{"id":126621,"date":"2026-06-21T16:14:36","date_gmt":"2026-06-21T14:14:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gnadenlos.eu\/?page_id=126621"},"modified":"2026-08-06T14:26:31","modified_gmt":"2026-08-06T12:26:31","slug":"die-geschichte-eines-kneipers","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gnadenlos.eu\/?page_id=126621","title":{"rendered":"Die Geschichte eines Kneipers"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"126621\" class=\"elementor elementor-126621\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-68725d7 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"68725d7\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-abf4eca elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"abf4eca\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h5 data-section-id=\"2yuq1q\" data-start=\"168\" data-end=\"228\">Die Geschichte eines Kneipers \u2013 48 Jahre hinter dem Tresen<\/h5><p data-start=\"230\" data-end=\"441\">Ich m\u00f6chte erz\u00e4hlen, wie alles begann und wie ich 48 Jahre meines Lebens als Wirt und Kneiper verbracht habe. Eine Zeit voller Begegnungen, Geschichten, Erfolge, Herausforderungen und unvergesslicher Erlebnisse.<\/p><p data-start=\"443\" data-end=\"714\">Alles begann im Jahr 1977. Damals spielte ich Fu\u00dfball in der Landesliga. Mit dem Gastst\u00e4ttengewerbe hatte ich eigentlich \u00fcberhaupt nichts zu tun. Nach unseren Spielen trafen wir uns regelm\u00e4\u00dfig in unserer Vereinskneipe, dem Isenbecker, das von G\u00fcnter Kiesel gef\u00fchrt wurde.<\/p><p data-start=\"716\" data-end=\"1024\">Eines Sonntagnachmittags kamen wir nach einem Spiel in die Kneipe, doch niemand stand hinter dem Tresen. Als ich nachsah, entdeckte ich G\u00fcnter hinter der Theke liegend. Nat\u00fcrlich bekamen wir einen gro\u00dfen Schreck. Ich rief sofort den Krankenwagen. Schnell stellte sich heraus, dass er stark alkoholisiert war.<\/p><p data-start=\"1026\" data-end=\"1318\">Der Hauseigent\u00fcmer, Herr Borrhorst, hatte genug und k\u00fcndigte an, ihn aus der Gastst\u00e4tte zu entfernen. Spontan fragte ich, ob ich die Kneipe vor\u00fcbergehend \u00fcbernehmen k\u00f6nne. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich als Installateur auf dem Bau und spielte aktiv Fu\u00dfball. Trotzdem bekam ich die Chance.<\/p><p data-start=\"1320\" data-end=\"1525\">Ich ging zur Bank und nahm einen Kredit \u00fcber 20.000 D-Mark auf. Mit diesem Geld renovierte und modernisierte ich die kleine Gastst\u00e4tte. Am 1. Oktober 1977 er\u00f6ffnete ich den Isenbecker unter meiner Leitung.<\/p><p data-start=\"1527\" data-end=\"1746\">Die ersten zweieinhalb Jahre arbeitete ich weiterhin tags\u00fcber auf dem Bau und f\u00fchrte zus\u00e4tzlich die Kneipe. Irgendwann wurde die Belastung zu gro\u00df, und ich entschied mich, mich ganz auf die Gastronomie zu konzentrieren.<\/p><p data-start=\"1748\" data-end=\"2036\">1980 \u00fcbernahm ich zus\u00e4tzlich den Werrekrug. Pl\u00f6tzlich f\u00fchrte ich zwei Gastst\u00e4tten gleichzeitig. Besonders herausfordernd war die K\u00fcche, denn vom Kochen verstand ich damals \u00fcberhaupt nichts. Mein erstes Schnitzel wurde pechschwarz. Doch mit der Zeit lernte ich dazu und wurde immer besser.<\/p><p data-start=\"2038\" data-end=\"2259\">Den Isenbecker gab ich sp\u00e4ter wieder auf und konzentrierte mich auf den Werrekrug. 1982 er\u00f6ffnete ich schlie\u00dflich den legend\u00e4ren King&#8217;s Pub in Bad Salzuflen \u2013 einen der erfolgreichsten und sch\u00f6nsten L\u00e4den meiner Laufbahn.<\/p><p data-start=\"2261\" data-end=\"2485\">Der King&#8217;s Pub wurde schnell zu einem Treffpunkt f\u00fcr viele Menschen. Bis heute treffen sich ehemalige G\u00e4ste und Freunde zweimal im Jahr zu den sogenannten \u201eKing&#8217;s-Pub-Legenden-Treffen\u201c. Das erf\u00fcllt mich noch immer mit Stolz.<\/p><p data-start=\"2487\" data-end=\"2703\">Nach fast zehn Jahren erf\u00fcllte ich mir einen weiteren Traum. 1987 kaufte ich ein altes Haus in der Innenstadt von Bad Salzuflen. Das Geb\u00e4ude wurde komplett umgebaut und renoviert. 1989 er\u00f6ffnete dort das \u201eAnno 1571\u201c.<\/p><p data-start=\"2705\" data-end=\"3003\">Auch dort durfte ich viele wunderbare Menschen kennenlernen. Es entstanden Freundschaften, Geschichten und Erinnerungen, die mich bis heute begleiten. Gleichzeitig erlebte ich auch die traurigen Seiten des Lebens und musste von vielen G\u00e4sten Abschied nehmen, die im Laufe der Jahre verstorben sind.<\/p><p data-start=\"3005\" data-end=\"3202\">Im Jahr 2001 zog ich nach Horn-Bad Meinberg. Dort \u00fcbernahm ich das Kartoffelhaus. Eigentlich wollte ich dort auch wieder Fu\u00dfball spielen, entschied mich dann aber f\u00fcr eine Trainert\u00e4tigkeit in Lage.<\/p><p data-start=\"3204\" data-end=\"3353\">Bis 2008 f\u00fchrte ich das Kartoffelhaus. Anschlie\u00dfend wechselte ich in die Friedenseiche in Lage, mitten in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. Dort blieb ich bis 2015.<\/p><p data-start=\"3355\" data-end=\"3464\">Schon damals sagte ich oft: \u201eWenn ich irgendwann wieder mehr Ruhe habe, komme ich nach Bad Salzuflen zur\u00fcck.\u201c<\/p><p data-start=\"3466\" data-end=\"3630\">Diesen Plan setzte ich 2015 um und er\u00f6ffnete das Wirtshaus Lohhof in Sch\u00f6tmar. Wieder folgten viele sch\u00f6ne Jahre mit Feiern, Veranstaltungen und zahlreichen G\u00e4sten.<\/p><p data-start=\"3632\" data-end=\"3775\">Ende 2025 war schlie\u00dflich Schluss. Meine Frau war gesundheitlich angeschlagen, und auch ich merkte, dass die Zeit gekommen war, k\u00fcrzerzutreten.<\/p><p data-start=\"3777\" data-end=\"3915\">Eigentlich hatte ich immer ein Ziel: 50 Jahre Kneiper zu sein. Dieses Ziel habe ich knapp verfehlt. Doch viele Freunde sagen heute zu mir:<\/p><p data-start=\"3917\" data-end=\"4032\">\u201eKurt, du hast dein ganzes Leben geschuftet. Mach einfach zwei Jahre Urlaub \u2013 dann hast du die 50 Jahre auch voll.\u201c<\/p><p data-start=\"4034\" data-end=\"4067\">Vielleicht haben sie sogar recht.<\/p><p data-start=\"4069\" data-end=\"4387\">Wenn ich heute zur\u00fcckblicke, sehe ich 48 Jahre voller Arbeit, Freude, Freundschaften und Geschichten. Genau diese Geschichten m\u00f6chte ich in diesem Buch erz\u00e4hlen. Denn hinter jedem meiner Lokale verbergen sich besondere Erlebnisse, lustige Begebenheiten, bewegende Schicksale und Menschen, die mein Leben gepr\u00e4gt haben.<\/p><p data-start=\"4389\" data-end=\"4479\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Dies ist die Geschichte eines gnadenlosen Kneipers \u2013 und sie ist noch lange nicht zu Ende.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-0a3cc80 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"0a3cc80\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-fa0a6ee elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"fa0a6ee\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h4 class=\"PDq2pG_selectionAnchorContainer\" data-section-id=\"183gzll\" data-start=\"0\" data-end=\"67\">Die Geschichte des Kings Pub \u2013 Der Beginn einer Erfolgsgeschichte<\/h4><p data-start=\"69\" data-end=\"364\">Als Barbara und ich im April 1982 den <strong data-start=\"107\" data-end=\"120\">Kings Pub<\/strong> er\u00f6ffneten, waren wir voller Tatendrang und Zuversicht. Wir waren \u00fcberzeugt, dass wir mit unserer eigenen Kneipe einen Traum verwirklichen w\u00fcrden. Doch schon nach der ersten Besichtigung wurde uns klar, dass vor uns eine gewaltige Aufgabe lag.<\/p><p data-start=\"366\" data-end=\"681\">Die R\u00e4ume hatten zweieinhalb Jahre leer gestanden. Zuvor befand sich dort das Restaurant <strong data-start=\"455\" data-end=\"477\">\u201eKunst und Kochen\u201c<\/strong>. Die W\u00e4nde waren mit alten Bildern beh\u00e4ngt, der Putz br\u00f6ckelte, und im Keller herrschten Zust\u00e4nde, die man lieber schnell wieder verga\u00df. Schnell war klar: Hier musste alles von Grund auf erneuert werden.<\/p><p data-start=\"683\" data-end=\"1042\">Also krempelten wir die \u00c4rmel hoch. Wir renovierten praktisch den gesamten Laden. Die Theke wurde neu gebaut, Decken und B\u00f6den erneuert, die Einrichtung komplett ausgetauscht und alles mit hochwertigem Holz gestaltet. Rund <strong data-start=\"906\" data-end=\"924\">300.000 D-Mark<\/strong> investierten wir \u2013 eine gewaltige Summe. Aber schon bald zeigte sich, dass sich jeder einzelne Pfennig gelohnt hatte.<\/p><p data-start=\"1044\" data-end=\"1372\">Aus den alten R\u00e4umen entstand eine der bekanntesten Kneipen in Bad Salzuflen. Der <strong data-start=\"1126\" data-end=\"1139\">Kings Pub<\/strong> entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zum Treffpunkt f\u00fcr Jung und Alt \u2013 zur echten In-Kneipe der Stadt. Der Name passte perfekt, denn wir schenkten <strong data-start=\"1289\" data-end=\"1307\">K\u00f6nig Pilsener<\/strong> aus, das damals zu den beliebtesten Bieren Deutschlands geh\u00f6rte.<\/p><p data-start=\"1374\" data-end=\"1708\">Bereits zur Er\u00f6ffnung war das Interesse riesig. Nat\u00fcrlich dachten wir zun\u00e4chst, viele G\u00e4ste k\u00e4men nur aus Neugier. Doch die Begeisterung hielt an. Woche f\u00fcr Woche wurde der Pub voller. Die G\u00e4ste f\u00fchlten sich wohl, fast wie in ihrem zweiten Wohnzimmer. Schon bald kamen sie nicht nur aus Bad Salzuflen, sondern aus der ganzen Umgebung.<\/p><p data-start=\"1710\" data-end=\"2077\">Wir wollten unseren G\u00e4sten mehr bieten als gutes Essen und k\u00fchle Getr\u00e4nke. Deshalb organisierten wir zahlreiche Veranstaltungen: Live-Musik mit Bands, Fahrten zu Fu\u00dfballspielen, j\u00e4hrliche Reisen nach Prag mit unserer gro\u00dfen Fangruppe, Ausfl\u00fcge nach Willingen, Sch\u00f6nheitswettbewerbe, Polterabende und viele weitere besondere Aktionen. Im Kings Pub war immer etwas los.<\/p><p data-start=\"2079\" data-end=\"2405\">Ein gro\u00dfer Vorteil war unsere enge Verbindung zum Fu\u00dfball. Mein Bruder und ich hatten selbst aktiv gespielt und kannten viele Spieler pers\u00f6nlich. So besuchten uns immer wieder bekannte Fu\u00dfballer aus Lippe und aus ganz Deutschland. Mit <strong data-start=\"2314\" data-end=\"2331\">Thomas Helmer<\/strong> und <strong data-start=\"2336\" data-end=\"2354\">Thomas Stratos<\/strong> hatte ich sogar noch in einer Mannschaft gespielt.<\/p><p data-start=\"2407\" data-end=\"2720\">Zu unseren G\u00e4sten geh\u00f6rten au\u00dferdem bekannte Profis wie <strong data-start=\"2463\" data-end=\"2481\">Bernd Wehmeyer<\/strong> vom Hamburger SV, den ich bereits aus Herford kannte. Ein ganz besonderer Moment war der Besuch des englischen Nationalspielers <strong data-start=\"2610\" data-end=\"2626\">Kevin Keegan<\/strong>, der damals ebenfalls beim Hamburger SV spielte. Solche Abende blieben nat\u00fcrlich unvergessen.<\/p><p data-start=\"2722\" data-end=\"3034\">Doch nicht nur Fu\u00dfballgr\u00f6\u00dfen fanden den Weg in den Kings Pub. Auch Schauspieler, Musiker und Kabarettisten kehrten nach ihren Auftritten regelm\u00e4\u00dfig bei uns ein. Der wohl bekannteste war <strong data-start=\"2908\" data-end=\"2921\">Karl Dall<\/strong>, der sich besonders gern an unserem Billardtisch aufhielt und dort mit sichtbarer Freude die Kugeln rollen lie\u00df.<\/p><p data-start=\"3036\" data-end=\"3226\">Mit den Jahren wurde der Kings Pub immer erfolgreicher. Menschen jeden Alters gingen bei uns ein und aus. Es entstand eine Atmosph\u00e4re, die viele bis heute mit sch\u00f6nen Erinnerungen verbinden.<\/p><p data-start=\"3228\" data-end=\"3549\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Nach zehn erfolgreichen Jahren er\u00f6ffnete sich jedoch eine neue Chance. \u00dcber einen meiner Getr\u00e4nkelieferanten erfuhr ich, dass das traditionsreiche <strong data-start=\"3375\" data-end=\"3399\">Altdeutsche Gasthaus<\/strong> in der Osterstra\u00dfe zum Verkauf stand. Damit begann sich bereits das n\u00e4chste Kapitel meines Lebens anzubahnen \u2013 doch das ist eine Geschichte f\u00fcr sich.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-fdf978b e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"fdf978b\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f8102c2 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"f8102c2\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h1>Mein neues Leben als Gastwirt<\/h1><h2>Die Geschichte eines Kneipers \u2013 48 Jahre hinter dem Tresen<\/h2><p class=\"isSelectedEnd\">Wenn ich heute auf mein Leben zur\u00fcckblicke, kann ich manchmal selbst kaum glauben, wie alles gekommen ist. Eigentlich war mein Weg ganz anders geplant. Ich war Installateur, arbeitete auf dem Bau und spielte mit gro\u00dfer Leidenschaft Fu\u00dfball. Mit dem Gastst\u00e4ttengewerbe hatte ich zun\u00e4chst \u00fcberhaupt nichts zu tun.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Und doch sollte die Gastronomie mein Leben f\u00fcr fast f\u00fcnf Jahrzehnte bestimmen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">48 Jahre lang stand ich hinter Tresen, begr\u00fc\u00dfte G\u00e4ste, f\u00fchrte Gastst\u00e4tten, organisierte Veranstaltungen, feierte mit Menschen und lernte unz\u00e4hlige Pers\u00f6nlichkeiten kennen. Ich erlebte Freundschaften, Erfolge und sch\u00f6ne Momente, aber auch schwierige Zeiten und Abschiede.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Heute wei\u00df ich: Hinter jedem Lokal, das ich gef\u00fchrt habe, steckt eine eigene Geschichte. Und hinter jeder Geschichte stehen Menschen.<\/p><h3>Alles begann im Jahr 1977<\/h3><p class=\"isSelectedEnd\">Damals spielte ich Fu\u00dfball in der Landesliga. Nach unseren Spielen trafen wir uns regelm\u00e4\u00dfig in unserer Vereinskneipe, dem \u201eIsenbecker\u201c, die von G\u00fcnter Kiesel gef\u00fchrt wurde.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Eines Sonntagnachmittags kamen wir nach einem Spiel wie gewohnt in die Kneipe. Doch niemand stand hinter dem Tresen. Als ich nachsah, entdeckte ich G\u00fcnter hinter der Theke liegend.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Nat\u00fcrlich bekamen wir einen gro\u00dfen Schreck. Ich rief sofort den Krankenwagen. Schnell stellte sich heraus, dass G\u00fcnter stark alkoholisiert war.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Der Hauseigent\u00fcmer, Herr Bollrhorst, hatte schlie\u00dflich genug und k\u00fcndigte an, G\u00fcnter aus der Gastst\u00e4tte zu entfernen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Ich wei\u00df noch genau, dass ich damals spontan fragte, ob ich die Kneipe nicht vor\u00fcbergehend \u00fcbernehmen k\u00f6nnte.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Eigentlich war das ein ziemlich verr\u00fcckter Gedanke.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Ich arbeitete damals noch als Installateur auf dem Bau, spielte aktiv Fu\u00dfball und hatte von der F\u00fchrung einer Gastst\u00e4tte eigentlich keine Ahnung. Trotzdem bekam ich die Chance.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Ich ging zur Bank und nahm einen Kredit \u00fcber 20.000 D-Mark auf. Mit diesem Geld renovierte und modernisierte ich die kleine Gastst\u00e4tte.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Am 1. Oktober 1977 war es dann so weit:<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Ich er\u00f6ffnete meine erste eigene Kneipe \u2013 den \u201eIsenbecker\u201c.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Damit begann ein neues Kapitel in meinem Leben.<\/p><h3>Arbeiten auf dem Bau und gleichzeitig Kneiper<\/h3><p class=\"isSelectedEnd\">Die ersten zweieinhalb Jahre f\u00fchrte ich ein Leben mit zwei Berufen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Tags\u00fcber arbeitete ich weiterhin als Installateur auf dem Bau. Abends und am Wochenende stand ich hinter dem Tresen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Das war eine enorme Belastung. Irgendwann merkte ich, dass ich mich entscheiden musste.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Ich entschied mich f\u00fcr die Gastronomie.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Im Jahr 1980 \u00fcbernahm ich zus\u00e4tzlich den \u201eWerrekrug\u201c. Pl\u00f6tzlich f\u00fchrte ich zwei Gastst\u00e4tten gleichzeitig.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Eine besondere Herausforderung war f\u00fcr mich die K\u00fcche. Vom Kochen hatte ich damals n\u00e4mlich \u00fcberhaupt keine Ahnung.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Schnitzel.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Es wurde pechschwarz.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Aber ich lie\u00df mich nicht entmutigen. Ich lernte dazu, probierte immer wieder Neues aus und wurde mit der Zeit tats\u00e4chlich immer besser.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Wenn ich heute daran zur\u00fcckdenke, muss ich schmunzeln. Mit ein bisschen Gl\u00fcck w\u00e4re ich damals vielleicht sogar noch als Koch durchgegangen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Den \u201eIsenbecker\u201c gab ich sp\u00e4ter wieder auf und konzentrierte mich auf den \u201eWerrekrug\u201c.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Doch dann kam das Jahr 1982.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Dieses Jahr sollte mein Leben grundlegend ver\u00e4ndern.<\/p><h3>Der Schritt zum Kings Pub<\/h3><p class=\"isSelectedEnd\">Nach meiner schweren R\u00fcckenoperation in Hannover musste ich mein Leben neu ordnen. Die k\u00f6rperlich schwere Arbeit als Installateur auf dem Bau konnte ich nicht mehr wie bisher aus\u00fcben.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Also musste ich mir \u00fcberlegen, wie es beruflich weitergehen sollte.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Und wieder f\u00fchrte mich das Leben in eine neue Richtung.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Im April 1982 er\u00f6ffneten Barbara und ich den \u201eKings Pub\u201c in Bad Salzuflen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Damit begann f\u00fcr mich ein beruflicher Lebensabschnitt, der mich viele Jahrzehnte begleiten sollte.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Die R\u00e4ume, die wir \u00fcbernommen hatten, standen zuvor zweieinhalb Jahre leer. Vorher befand sich dort das Restaurant \u201eKunst und Kochen\u201c.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Schon bei der ersten Besichtigung war uns klar, dass eine gewaltige Aufgabe vor uns lag.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Die W\u00e4nde waren mit alten Bildern beh\u00e4ngt, der Putz br\u00f6ckelte, und im Keller herrschten Zust\u00e4nde, die man lieber schnell wieder vergessen wollte.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Aber wir hatten eine Vision.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Wir krempelten die \u00c4rmel hoch und machten uns an die Arbeit.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Praktisch der gesamte Laden wurde von Grund auf renoviert. Die Theke wurde neu gebaut, Decken und B\u00f6den wurden erneuert, die Einrichtung komplett ausgetauscht und alles mit hochwertigem Holz gestaltet.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Rund 300.000 D-Mark investierten wir in den Umbau.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">F\u00fcr uns war das eine gewaltige Summe und nat\u00fcrlich auch ein gro\u00dfes Risiko.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Aber wir glaubten an unsere Idee.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Und schon bald zeigte sich, dass sich die Investition gelohnt hatte.<\/p><h3>Der Kings Pub wird zur Erfolgsgeschichte<\/h3><p class=\"isSelectedEnd\">Aus den alten R\u00e4umen entstand eine der bekanntesten Kneipen in Bad Salzuflen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Der \u201eKings Pub\u201c entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem Treffpunkt f\u00fcr Jung und Alt \u2013 zu einer echten In-Kneipe der Stadt.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Auch der Name passte perfekt zu unserem Konzept. Wir schenkten K\u00f6nig Pilsener aus, das damals zu den beliebtesten Bieren Deutschlands geh\u00f6rte.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Schon zur Er\u00f6ffnung war das Interesse riesig.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Nat\u00fcrlich dachten wir zun\u00e4chst, dass viele Menschen nur aus Neugier kommen w\u00fcrden. Aber die Begeisterung hielt an.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Woche f\u00fcr Woche wurde der Pub voller.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Unsere G\u00e4ste f\u00fchlten sich bei uns wohl. F\u00fcr viele wurde der Kings Pub fast zu einer Art zweitem Wohnzimmer.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Bald kamen die Menschen nicht mehr nur aus Bad Salzuflen, sondern aus der gesamten Umgebung.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Wir wollten unseren G\u00e4sten mehr bieten als gutes Essen und k\u00fchle Getr\u00e4nke. Deshalb organisierten wir zahlreiche Veranstaltungen und besondere Aktionen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Es gab Live-Musik mit verschiedenen Bands, Fahrten zu Fu\u00dfballspielen, j\u00e4hrliche Reisen nach Prag mit unserer gro\u00dfen Fangruppe, Ausfl\u00fcge nach Willingen, Sch\u00f6nheitswettbewerbe, Polterabende und vieles mehr.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Im Kings Pub war eigentlich immer etwas los.<\/p><h3>Fu\u00dfball und der Kings Pub<\/h3><p class=\"isSelectedEnd\">Ein gro\u00dfer Vorteil war meine enge Verbindung zum Fu\u00dfball.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Mein Bruder und ich hatten selbst aktiv gespielt und kannten dadurch viele Spieler pers\u00f6nlich.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">So kamen immer wieder bekannte Fu\u00dfballer aus Lippe und aus ganz Deutschland zu uns.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Mit Thomas Helmer und Thomas Stratos hatte ich sogar noch selbst in einer Mannschaft gespielt.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Zu unseren G\u00e4sten geh\u00f6rte auch Bernd Wehmeyer vom Hamburger SV, den ich bereits aus meiner Zeit in Herford kannte.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Ein ganz besonderer Moment war der Besuch des englischen Nationalspielers Kevin Keegan, der damals ebenfalls beim Hamburger SV spielte.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Solche Begegnungen bleiben nat\u00fcrlich im Ged\u00e4chtnis.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Doch nicht nur Fu\u00dfballer fanden den Weg in den Kings Pub.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Auch Schauspieler, Musiker und Kabarettisten kamen nach ihren Auftritten gerne bei uns vorbei.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Einer der bekanntesten G\u00e4ste war sicherlich Karl Dall.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Er hielt sich besonders gerne an unserem Billardtisch auf und lie\u00df dort mit sichtlicher Freude die Kugeln rollen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Der Kings Pub wurde mit den Jahren immer erfolgreicher.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Menschen jeden Alters gingen bei uns ein und aus. Es entstand eine ganz besondere Atmosph\u00e4re.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Viele Menschen verbinden bis heute sch\u00f6ne Erinnerungen mit dieser Zeit.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Und auch heute noch treffen sich ehemalige G\u00e4ste und Freunde zweimal im Jahr zu den sogenannten \u201eKings-Pub-Legenden-Treffen\u201c.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Das erf\u00fcllt mich noch immer mit Stolz.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Denn dann wird mir bewusst, dass der Kings Pub f\u00fcr viele Menschen mehr war als nur eine Kneipe.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Er war ein St\u00fcck ihres Lebens.<\/p><h3>Das Anno 1571<\/h3><p class=\"isSelectedEnd\">Nach fast zehn erfolgreichen Jahren er\u00f6ffnete sich f\u00fcr mich eine neue M\u00f6glichkeit.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">\u00dcber einen meiner Getr\u00e4nkelieferanten erfuhr ich, dass ein altes Haus in der Innenstadt von Bad Salzuflen zum Verkauf stand.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Im Jahr 1987 kaufte ich das Geb\u00e4ude.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Es war ein gro\u00dfes Projekt. Das Haus wurde komplett umgebaut und renoviert.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">1989 er\u00f6ffnete ich dort das \u201eAnno 1571\u201c.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Auch hier durfte ich wieder viele wunderbare Menschen kennenlernen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Es entstanden neue Freundschaften, neue Geschichten und neue Erinnerungen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Das \u201eAnno 1571\u201c wurde zu einem weiteren wichtigen Kapitel meines Lebens.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Heute wird das Wirtshaus noch immer von guten Freunden, unter anderem J\u00fcrgen und Uwe, erfolgreich gef\u00fchrt. Nur der Name hat sich inzwischen ge\u00e4ndert.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Heute hei\u00dft es \u201eAnno 1966 \u2013 Das gute Wirtshaus\u201c.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Wenn ich daran zur\u00fcckdenke, erf\u00fcllt es mich mit Freude, dass dieser Ort bis heute weiterlebt.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Nat\u00fcrlich erlebt man als Gastwirt nicht nur die sch\u00f6nen Seiten des Lebens.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Im Laufe der Jahre musste ich auch von vielen G\u00e4sten Abschied nehmen, die verstorben sind.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Man lernt Menschen kennen, begleitet sie \u00fcber viele Jahre und manchmal sogar Jahrzehnte. Man feiert gemeinsam, lacht gemeinsam und erlebt wichtige Momente miteinander.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Und irgendwann kommt der Tag, an dem ein vertrauter Platz leer bleibt.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Auch das geh\u00f6rt zur Geschichte eines Gastwirts.<\/p><h3>Ein neues Kapitel in einer weiteren Kurstadt<\/h3><p class=\"isSelectedEnd\">Im Jahr 1998 kaufte ich ein gro\u00dfes Haus in einer weiteren Kurstadt.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Ich baute das Objekt um.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">In den oberen Etagen entstanden Ferienwohnungen, w\u00e4hrend ich im Erdgeschoss ein Restaurant einrichtete: das \u201eKartoffelhaus\u201c.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Am Anfang lief alles sehr gut.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Doch dann kam die B\u00e4derkrise.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Pl\u00f6tzlich mussten wir uns um zwei Gesch\u00e4fte gleichzeitig k\u00fcmmern. Die Belastung wurde immer gr\u00f6\u00dfer.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Deshalb entschieden wir uns, das \u201eAnno\u201c in Bad Salzuflen zu verkaufen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Schon damals hatte ich einen Gedanken im Kopf.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Ich wollte irgendwann nach Mallorca gehen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Mallorca war f\u00fcr mich schon lange ein besonderer Ort. Ich hatte die Insel lieben gelernt und konnte mir gut vorstellen, dort einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Wie ich bereits an anderer Stelle erz\u00e4hlt habe, hat dieser Plan letztlich nicht geklappt.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Aber der Traum von Mallorca ist mir bis heute geblieben.<\/p><h3>Vom Kartoffelhaus zur Friedenseiche<\/h3><p class=\"isSelectedEnd\">Bis zum Jahr 2008 f\u00fchrte ich das \u201eKartoffelhaus\u201c.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Danach wechselte ich nach Lage in die \u201eFriedenseiche\u201c, mitten in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Dort blieb ich bis zum Jahr 2015.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Schon damals sagte ich oft:<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">\u201eWenn ich irgendwann wieder mehr Ruhe habe, komme ich nach Bad Salzuflen zur\u00fcck.\u201c<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Und genau diesen Plan setzte ich schlie\u00dflich um.<\/p><h3>Das Wirtshaus Lohhof<\/h3><p class=\"isSelectedEnd\">Im Jahr 2015 er\u00f6ffnete ich das \u201eWirtshaus Lohhof\u201c in Sch\u00f6tmar.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Wieder begann eine neue Zeit.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Es folgten viele sch\u00f6ne Jahre mit Feiern, Veranstaltungen und unz\u00e4hligen G\u00e4sten.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Wieder durfte ich Menschen kennenlernen, Geschichten h\u00f6ren und selbst Geschichten erleben.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Wenn man so viele Jahre als Gastwirt arbeitet, wird man irgendwann zu einem Teil der Geschichte eines Ortes.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Man kennt die Familien.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Man kennt die Vereine.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Man kennt die Stammg\u00e4ste.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Man wei\u00df, wer heiratet, wer Geburtstag hat und wer gerade Sorgen hat.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Als Gastwirt ist man nicht nur derjenige, der Getr\u00e4nke ausschenkt.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Man ist Gastgeber, Zuh\u00f6rer, Gespr\u00e4chspartner und manchmal sogar ein bisschen Seelsorger.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Jeder Mensch, der durch die T\u00fcr kommt, bringt seine eigene Geschichte mit.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Und manche dieser Geschichten bleiben f\u00fcr immer.<\/p><h3>Nach 48 Jahren ist Schluss<\/h3><p class=\"isSelectedEnd\">Ende 2025 war dann schlie\u00dflich Schluss.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Meine Frau Barbara war gesundheitlich angeschlagen, und auch ich merkte, dass die Zeit gekommen war, k\u00fcrzerzutreten.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Eigentlich hatte ich mir immer ein Ziel gesetzt:<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">50 Jahre wollte ich Kneiper sein.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Dieses Ziel habe ich knapp verfehlt.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Aber viele meiner Freunde sagen heute zu mir:<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">\u201eKurt, du hast dein ganzes Leben geschuftet. Mach einfach zwei Jahre Urlaub \u2013 dann hast du die 50 Jahre auch voll.\u201c<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Vielleicht haben sie ja sogar recht.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Wenn ich heute zur\u00fcckblicke, sehe ich 48 Jahre voller Arbeit, Freude, Freundschaften und Geschichten.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Ich denke an den kleinen \u201eIsenbecker\u201c zur\u00fcck, an meine ersten Schritte als Gastwirt, an den \u201eWerrekrug\u201c, an die gro\u00dfen Jahre im \u201eKings Pub\u201c, an das \u201eAnno 1571\u201c, an das \u201eKartoffelhaus\u201c, die \u201eFriedenseiche\u201c und schlie\u00dflich an das \u201eWirtshaus Lohhof\u201c.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Ich denke an die vielen Menschen, die ich kennenlernen durfte.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">An die Fu\u00dfballer und K\u00fcnstler.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">An die Stammg\u00e4ste und die zuf\u00e4lligen Besucher.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">An die Menschen, mit denen ich gelacht und gefeiert habe.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Aber auch an diejenigen, von denen ich mich irgendwann verabschieden musste.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">48 Jahre hinter dem Tresen haben mein Leben gepr\u00e4gt.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Der Weg vom Installateur zum Gastwirt war nicht geplant.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Er begann durch eine besondere Situation im Jahr 1977.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Doch manchmal f\u00fchrt das Leben einen Menschen auf einen Weg, den er selbst niemals geplant h\u00e4tte.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Heute wei\u00df ich:<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Die Gastronomie war nicht nur mein Beruf.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Sie war mein Leben.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Und genau deshalb m\u00f6chte ich die Geschichten dieser 48 Jahre erz\u00e4hlen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Denn hinter jedem meiner Lokale verbirgt sich ein St\u00fcck meines Lebens.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Hinter jeder Theke stehen Erinnerungen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Und hinter jedem Gast steckt eine eigene Geschichte.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Dies ist die Geschichte eines Ehemannes, eines Vaters und eines Kneipers.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Eine Geschichte voller Begegnungen, Freundschaften, Erfolge, R\u00fcckschl\u00e4ge und unvergesslicher Momente.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Und wenn ich eines gelernt habe, dann ist es dieses:<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Eine gute Kneipe besteht nicht nur aus vier W\u00e4nden, einer Theke und einem Zapfhahn.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Eine gute Kneipe lebt von den Menschen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Von den Geschichten, die dort erz\u00e4hlt werden.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Von den Freundschaften, die dort entstehen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Und von den Erinnerungen, die bleiben.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Meine Geschichte als Kneiper ist nach 48 Jahren vielleicht zu Ende.<\/p><p>Aber die Geschichten, die ich in dieser Zeit erlebt habe, sind noch lange nicht erz\u00e4hlt.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-438ec7c e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"438ec7c\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-56186ad elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"56186ad\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Der Flug von Atlanta nach Mallorca \u2013 September 1995<br \/>Eine Nacht voller Aufregung \u2013 und ein Wiedersehen, das ich nie vergessen werde<\/p><p>Im September 1995 flogen wir zur gro\u00dfen Herbalife-Extravaganza in die USA. F\u00fcr uns war es ein besonderes Erlebnis. Tausende Menschen aus aller Welt trafen sich, um neue Ideen kennenzulernen, erfolgreiche Menschen zu erleben und gemeinsam ein paar unvergessliche Tage zu verbringen.<\/p><p>Doch schon vor dem R\u00fcckflug hatte ich einen besonderen Plan.<\/p><p>W\u00e4hrend meine Familie wieder nach Hause fahren sollte, wollte ich direkt nach Mallorca weiterfliegen. Dort verbrachten einige meiner besten Freunde bereits ihren Urlaub, und ich hatte mich kurzfristig entschlossen, noch ein paar Tage mit ihnen an der Playa de Palma zu verbringen.<\/p><p>Unser R\u00fcckflug f\u00fchrte zun\u00e4chst von Atlanta nach Frankfurt. Mit an Bord waren meine Frau Barbara, mein Zwillingsbruder Erich, unsere j\u00fcngste Tochter Christin \u2013 von uns liebevoll \u201eTini\u201c genannt \u2013 sowie zwei T\u00f6chter meines Bruders.<\/p><p>Der Flug verlief problemlos und wir landeten p\u00fcnktlich in Frankfurt.<\/p><p>F\u00fcr mich begann nun jedoch eine lange Wartezeit. Rund vier Stunden musste ich auf meinen Anschlussflug nach Mallorca warten. Meine Familie verabschiedete sich von mir und machte sich mit dem Kleinbus auf den Heimweg nach Bad Salzuflen.<\/p><p>Ich hatte zum Gl\u00fcck nur eine kleine Reisetasche dabei \u2013 mehr brauchte ich f\u00fcr ein paar Tage Mallorca nicht.<\/p><p>Ein unerwartetes Problem<\/p><p>Der Flug nach Palma verlief ebenfalls ohne Schwierigkeiten.<\/p><p>Doch als ich am Flughafen Mallorca landete, begann das Abenteuer.<\/p><p>Am Gep\u00e4ckband ging pl\u00f6tzlich nichts mehr. Irgendwo wurde gestreikt, und das Gep\u00e4ck lie\u00df ewig auf sich warten.<\/p><p>Eigentlich wollten mich meine Freunde direkt am Flughafen abholen, denn ich wusste gar nicht, in welchem Hotel sie untergebracht waren. Es war nur vereinbart worden, dass es ein RIU-Hotel an der Playa sein w\u00fcrde.<\/p><p>Als ich endlich meinen Koffer bekam und in die Ankunftshalle trat, war es bereits gegen zehn Uhr abends.<\/p><p>Meine Versp\u00e4tung betrug inzwischen fast zwei Stunden.<\/p><p>Ich schaute mich \u00fcberall um.<\/p><p>Niemand.<\/p><p>Keiner wartete mehr auf mich.<\/p><p>\u201eAch du Schei\u00dfe\u201c, dachte ich.<\/p><p>\u201eWas machst du denn jetzt?\u201c<\/p><p>Auf eigene Faust zur Playa<\/p><p>Zum Gl\u00fcck kannte ich Mallorca inzwischen ziemlich gut.<\/p><p>Ich setzte mich in ein Taxi.<\/p><p>Der Fahrer fragte freundlich:<\/p><p>\u201eIn welches Hotel m\u00f6chten Sie?\u201c<\/p><p>Ich musste lachen.<\/p><p>\u201eDas w\u00fcrde ich selbst gern wissen.\u201c<\/p><p>Ich erkl\u00e4rte ihm, dass meine Freunde irgendwo in einem RIU-Hotel an der Schinkenstra\u00dfe wohnten.<\/p><p>Also brachte er mich dorthin.<\/p><p>Als ich ausstieg, herrschte das \u00fcbliche Leben an der Playa.<\/p><p>Die Schinkenstra\u00dfe war brechend voll.<\/p><p>Musik, Menschen, Stimmen, Gel\u00e4chter \u2013 \u00fcberall war Betrieb.<\/p><p>Eigentlich h\u00e4tte ich am liebsten sofort mitgefeiert.<\/p><p>Aber zuerst musste ich meine Freunde finden.<\/p><p>Das erste Hotel \u2013 und die gro\u00dfe \u00dcberraschung<\/p><p>Ich \u00fcberlegte kurz.<\/p><p>\u201eDann suche ich eben alle RIU-Hotels der Reihe nach ab.\u201c<\/p><p>Das erste war das RIU Bravo, direkt hinter dem Bierk\u00f6nig.<\/p><p>Ich ging mit meinem Koffer auf den Eingang zu.<\/p><p>Und pl\u00f6tzlich sah ich jemanden wild winken.<\/p><p>Es war Arndt M\u00f6nnekes.<\/p><p>\u201eKurt! Gott sei Dank!\u201c<\/p><p>Wir fielen uns vor Freude in die Arme.<\/p><p>\u201eKomm schnell mit\u201c, rief Arndt.<\/p><p>\u201eEs gibt ein Problem!\u201c<\/p><p>Deine Frau glaubt, du bist verschwunden<\/p><p>Drinnen erkl\u00e4rte mir Arndt sofort, was passiert war.<\/p><p>Norbert hatte bei meiner Frau angerufen.<\/p><p>Da ich nicht am Flughafen erschienen war und niemand wusste, warum, glaubte man bereits, dass ich gar nicht gelandet sei.<\/p><p>Barbara machte sich nat\u00fcrlich gro\u00dfe Sorgen.<\/p><p>\u201eRuf sofort zu Hause an!\u201c<\/p><p>sagten die Jungs.<\/p><p>Ich schaute sie an und grinste.<\/p><p>\u201eMoment mal\u2026\u201c<\/p><p>\u201eAls Erstes trinke ich jetzt ein Bier.\u201c<\/p><p>Nach fast sechzehn Stunden Reise, dem Umsteigen in den USA, dem langen Warten in Frankfurt und den Problemen auf Mallorca hatte ich einen unglaublichen Durst.<\/p><p>Dieses erste Bier schmeckte wahrscheinlich besser als jedes andere zuvor.<\/p><p>Der erl\u00f6sende Anruf<\/p><p>Erst gegen halb eins nachts ging ich zum Telefon.<\/p><p>Handys gab es damals noch nicht.<\/p><p>Also rief ich im Anno 1571 an, unserem Lokal in Bad Salzuflen.<\/p><p>Barbara arbeitete an diesem Abend noch dort.<\/p><p>Als sie meine Stimme h\u00f6rte, war sie den Tr\u00e4nen nahe.<\/p><p>\u201eWo bist du?\u201c<\/p><p>\u201eWir dachten schon, dir w\u00e4re etwas passiert.\u201c<\/p><p>Ich erkl\u00e4rte ihr ganz in Ruhe, dass ich zwar p\u00fcnktlich gelandet war, aber wegen des Gep\u00e4ckstreiks und der langen Suche nach meinen Freunden viel sp\u00e4ter angekommen war.<\/p><p>Mit jedem Satz wurde ihre Stimme ruhiger.<\/p><p>Erst als sie wusste, dass alles in Ordnung war, fiel ihr ein riesiger Stein vom Herzen.<\/p><p>Und ehrlich gesagt\u2026<\/p><p>auch mir.<\/p><p>Eine lange Nacht unter Freunden<\/p><p>Nachdem das Missverst\u00e4ndnis gekl\u00e4rt war, ging ich zur\u00fcck zu meinen Freunden.<\/p><p>Mit Norbert, Wolfgang, Arndt und den anderen sa\u00df ich noch viele Stunden zusammen.<\/p><p>Wir erz\u00e4hlten Geschichten, lachten, tranken Bier und freuten uns einfach, wieder gemeinsam auf Mallorca zu sein.<\/p><p>Die Zeit verging wie im Flug.<\/p><p>Irgendwann bemerkte ich, dass es drau\u00dfen bereits wieder hell wurde.<\/p><p>Erst im Morgengrauen ging ich schlie\u00dflich auf mein Zimmer und fiel todm\u00fcde ins Bett.<\/p><p>R\u00fcckblick<\/p><p>Heute denke ich oft an diese Reise zur\u00fcck.<\/p><p>Eigentlich hatte alles ganz harmlos begonnen.<\/p><p>Doch ein versp\u00e4teter Koffer, ein verpasster Treffpunkt und fehlende Handys sorgten daf\u00fcr, dass sich meine Familie gro\u00dfe Sorgen machte.<\/p><p>Zum Gl\u00fcck ging am Ende alles gut aus.<\/p><p>Es wurde eine aufregende Nacht voller Emotionen, Freundschaft und Erleichterung.<\/p><p>Und sie zeigte mir einmal mehr, wie schnell aus einer kleinen Verz\u00f6gerung eine Geschichte werden kann, die man ein Leben lang nicht vergisst.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e0c2a68 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"e0c2a68\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-24b92da elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"24b92da\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h4>Der Flug von Atlanta nach Mallorca September 1995<\/h4><p>Und zwar heute der Flug von Atlanta nach Frankfurt1995 im September fuhren flogen wir zur Extravaganza nach in die USA, nach der Firma Herbalife. Als wir dann zur\u00fcckflogen, hatte ich mich entschieden, hatte ich mich entschieden mit meinen Kollegen und Freunden nach Mallorca zu begleiten hinzufliegen. Die waren schon da. Wir flogen zur\u00fcck und landeten in Frankfurt. Meine Frau, mein Bruder Erich, der Zwillingsbruder, dann Christin, Tini und zwei T\u00f6chter von Erich Und das Flugzeug landete auch p\u00fcnktlich in Frankfurt, sodass ich noch vier Stunden warten musste, bis der Flug nach Mallorca ging. Meine Frau und Erich und die Kinder flogen dann, fuhren dann von Frankfurt mit dem Kleinbus nach Hause. Ich hatte eine kleine Tasche dabei, die reichte mir f\u00fcr Mallorca. Dann ist, nachdem der Flug in Mallorca gelandet ist, \u00e4h hatte ich Schwierigkeiten, weil die irgendwie gestreikt haben oder nicht, ja, gestreikt haben, hatte ich Schwierigkeiten, mein Gep\u00e4ck zu bekommen. Denn sie wollten mich abholen vom Flughafen, damit, weil ich noch nicht wusste, welches Hotel das ist. Und dann wollten sie mich abholen und dann w\u00e4re ja alles glatt gegangen. Und das war so gegen 10 Uhr abends, als ich dann in, oder als ich dann mein Gep\u00e4ck kriegte und nach drau\u00dfen ging in in die Flughafenhalle und, um mir die hatte nat\u00fcrlich schon zwei Stunden Versp\u00e4tung. Und ich musste feststellen, keiner war da. Ach du Schei\u00dfe, habe ich gedacht. Was machst du jetzt? Ja, ich setzte mich ins Taxi. Da ich mich ja am in Mallorca auskannte. Dann hat der Taxifahrer mich gefragt h, wo ich hinwollte, welches Hotel. Oh, sage ich, das wei\u00df ich noch nicht. Er fragte mich war eine Schinkenstra\u00dfe, Eingang Schinkenstra\u00dfe. Ich musste in ein Rio Hotel. Das war vornherein klar. Ein Rio Hotel, das das wir gebucht hatten. Das sie hatten f\u00fcr mich mitgebucht, meine Freunde Ja, und dann komme ich da in die Schinkenstra\u00dfe, hab den Taxifahrer entlohnt und hab meinen Koffer in der Hand und die Stra\u00dfe war nat\u00fcrlich brechend voll abends, Hauptverkehr. Da wollte ich am liebsten gleich da bleiben. Nur, das ging nicht, weil ich ja verabredet war. Ja, jetzt gucke ich, wo gehst du jetzt her? Und dann gehe ich, hab ich mir einen Plan gemacht und sage, jetzt gehst du die ganzen Rio Hotels erst mal ein bisschen ab. Das erste Rio Hotel war Rio Bravo, das ist ja gleich hinter dem, hinter dem Bierk\u00f6nig. Dann bin ich zum Rio Bravo hoch und, was, was sah ich vor mir? Da war schon einer am Winken. Ali, Arndt stand vor der T\u00fcr, Arndt M\u00f6nnekes, und hat mir zugerufen, Gott sei Dank, sag ich, Gott sei Dank. Ich war gerade angekommen, er in den Arm, und in den Arm freuten uns, dass wir uns getroffen haben. Und dann sagt er, du musst schnell mitkommen. Ich sage, was ist passiert? Ja, Norbert. Norbert hat bei deiner Frau angerufen. Du w\u00e4rst nicht gelandet. Oh, sag ich, das ist aber nicht gut. Ich hin. Norbert, was ist los? Ja, deine Frau hat gesagt, du bist geflogen, du musstest noch warten, du m\u00fcsstest schon l\u00e4ngst da sein. Ruf mal bitte sofort deine Frau an. Ich sage, Moment mal. Als erstes trinke ich erst mal ein Bier. Ich habe Durst. Und wie, was f\u00fcr einen Durst. Wir waren ziemlich lang unterwegs. Wir waren, wir mussten einmal umsteigen in in in Amerika. Da waren wir, ich wei\u00df es gar nicht mehr so genau, 16 Stunden ungef\u00e4hr unterwegs. Und jetzt ging es ja noch in Malle weiter. Denn ich hatte einen f\u00fcrchterlichen Brand. Oh, dachte ich, nun, das f\u00e4ngt ja gut an. Dann bin ich mit den Jungs, haben wir dann in der Bar gesessen, noch drau\u00dfen und haben noch ein paar ordentlich getrunken und dann bin ich so gegen1 Uhr oder halb eins ans Telefon. Wir hatten ja kein Handy damals noch nicht. Und dann und habe bei meiner Frau im Laden an, weil die arbeitet ja noch im Anno. Und da hatte ich im Anno angerufen, Anno 1571, meinen Laden, hatte ich angerufen. Und dann war sie am Telefon und war schon fast am, ja, am Heulen. Sie muss, sie, ja, sie schnulzte, sie war fast am Heulen. Was ist denn los, wo bist du, bist du nicht gelandet und so weiter? Ich sag, ich hatte ja erkl\u00e4rt, dass ich gelandet bin und so weiter. Und dann hat es sich erledigt und dann war klar, ich ging wieder zur\u00fcck an den an die Bar. Und dann habe ich noch mit einigen meiner Freunde mit den Norbert und dem Wolfgang und Arni, ja, noch getrunken und ich habe bis den anderen Morgen haben ich da gesessen. Es wurde schon wieder hell, bis ich dann endlich aufs Zimmer ging und erstmal geschlafen habe. Das war eine schon aufregende Nacht und ein ganz entscheidender Punkt in meinem Kurzurlaub. Dankesch\u00f6n<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte eines Kneipers \u2013 48 Jahre hinter dem Tresen Ich m\u00f6chte erz\u00e4hlen, wie alles begann und wie ich 48 Jahre meines Lebens als Wirt und Kneiper verbracht habe. Eine Zeit voller Begegnungen, Geschichten, Erfolge, Herausforderungen und unvergesslicher Erlebnisse. Alles begann im Jahr 1977. Damals spielte ich Fu\u00dfball in der Landesliga. 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