{"id":126627,"date":"2026-06-23T13:26:02","date_gmt":"2026-06-23T11:26:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gnadenlos.eu\/?page_id=126627"},"modified":"2026-06-23T16:43:51","modified_gmt":"2026-06-23T14:43:51","slug":"gute-frunde-fuers-leben","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gnadenlos.eu\/?page_id=126627","title":{"rendered":"Gute Frunde f\u00fcrs Leben"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"126627\" class=\"elementor elementor-126627\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6f4d660 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"6f4d660\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e83f6fa elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"e83f6fa\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h4 data-section-id=\"48mwk2\" data-start=\"83\" data-end=\"98\">Mallorca 1972<\/h4><p data-start=\"100\" data-end=\"347\">Im Juni 1972 stand unsere erste Mannschaftsfahrt nach Mallorca an. Damals war die Insel noch l\u00e4ngst nicht so bebaut und \u00fcberlaufen wie heute. Unser Ziel war El Arenal, wo wir in einem f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse sehr guten Hotel untergebracht waren.<\/p><p data-start=\"349\" data-end=\"592\">Wie es bei solchen Mannschaftsfahrten \u00fcblich war, wurde viel gefeiert, viel gelacht und nat\u00fcrlich auch das eine oder andere Bier getrunken. Tags\u00fcber genossen wir die Sonne und das Meer, und abends zogen wir gemeinsam durch die Lokale und Bars.<\/p><p data-start=\"594\" data-end=\"943\">Eines Abends besuchten wir eine Tanzveranstaltung mit einer weiblichen Tanzgruppe. Die Stimmung war hervorragend, wir hatten viel Spa\u00df und lie\u00dfen es uns gut gehen. Irgendwann gelang es mir, hinter die B\u00fchne beziehungsweise in die Umkleider\u00e4ume der T\u00e4nzerinnen zu gelangen. Das war damals gar nicht so schwierig, denn die R\u00e4ume waren frei zug\u00e4nglich.<\/p><p data-start=\"945\" data-end=\"1224\">Dort entdeckte ich ein Tanzh\u00f6schen und kam auf die Idee, meinem guten Freund Arno einen kleinen Streich zu spielen. Ich nahm das H\u00f6schen mit und versteckte es heimlich in seinem Koffer. Arno und ich teilten uns w\u00e4hrend der Reise ein Zimmer, sodass ich die Gelegenheit dazu hatte.<\/p><p data-start=\"1226\" data-end=\"1466\">Die Tage vergingen, und Arno bemerkte nat\u00fcrlich nichts. Erst als wir wieder zu Hause waren und die Koffer ausgepackt wurden, nahm die Geschichte ihren Lauf. Beim Ausr\u00e4umen fand seine Frau pl\u00f6tzlich das fremde H\u00f6schen zwischen seinen Sachen.<\/p><p data-start=\"1468\" data-end=\"1745\">Man kann sich vorstellen, dass zun\u00e4chst einige Fragen aufkamen und Arno in Erkl\u00e4rungsnot geriet. Die Situation sorgte erst einmal f\u00fcr reichlich Aufregung und Stress. Als die Wahrheit schlie\u00dflich ans Licht kam, entschuldigte ich mich nat\u00fcrlich bei seiner Frau f\u00fcr meinen Scherz.<\/p><p data-start=\"1747\" data-end=\"1944\">Im Nachhinein konnten wir alle herzlich dar\u00fcber lachen. Es blieb eine dieser typischen Geschichten, die man unter Freunden immer wieder erz\u00e4hlt und die noch viele Jahre sp\u00e4ter f\u00fcr gute Laune sorgt.<\/p><p data-start=\"1946\" data-end=\"2213\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">So wurde unsere erste Mannschaftsfahrt nach Mallorca nicht nur wegen Sonne, Strand und Party unvergesslich, sondern auch wegen eines kleinen Streichs, der beinahe f\u00fcr gr\u00f6\u00dferen \u00c4rger gesorgt h\u00e4tte \u2013 und der bis heute zu den lustigsten Erinnerungen dieser Reise geh\u00f6rt<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-8f17616 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"8f17616\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b21f484 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"b21f484\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h4 data-turn-id-container=\"2b676d33-022f-4f16-866b-146532bedcfd\" data-is-intersecting=\"true\">Mein erstes Urlaubsabenteuer \u2013 Sommer 1969<\/h4><div class=\"\" data-turn-id-container=\"request-WEB:8384f30c-cd94-4ef5-9124-d20a3ecbb2f9-22\" data-is-intersecting=\"true\"><section class=\"text-token-text-primary w-full focus:outline-none has-data-writing-block:pointer-events-none [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto R6Vx5W_threadScrollVars scroll-mb-[calc(var(--scroll-root-safe-area-inset-bottom,0px)+var(--thread-response-height))] scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]\" dir=\"auto\" data-turn-id=\"request-WEB:8384f30c-cd94-4ef5-9124-d20a3ecbb2f9-22\" data-turn-id-container=\"request-WEB:8384f30c-cd94-4ef5-9124-d20a3ecbb2f9-22\" data-testid=\"conversation-turn-2\" data-turn=\"assistant\"><div class=\"text-base my-auto mx-auto pb-10 [--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-xs,calc(var(--spacing)*4))] @w-sm\/main:[--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-sm,calc(var(--spacing)*6))] @w-lg\/main:[--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-lg,calc(var(--spacing)*16))] px-(--thread-content-margin)\"><div class=\"[--thread-content-max-width:40rem] @w-lg\/main:[--thread-content-max-width:48rem] mx-auto max-w-(--thread-content-max-width) flex-1 group\/turn-messages focus-visible:outline-hidden relative flex w-full min-w-0 flex-col agent-turn\" data-conversation-screenshot-content=\"\"><div class=\"flex max-w-full flex-col gap-4 grow\"><div class=\"min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 text-start break-words whitespace-normal outline-none keyboard-focused:focus-ring [.text-message+&amp;]:mt-1\" dir=\"auto\" tabindex=\"0\" data-message-author-role=\"assistant\" data-message-id=\"8020d4d7-498f-48b1-91a1-06ded7d27610\" data-message-model-slug=\"gpt-5-5\" data-turn-start-message=\"true\"><div class=\"flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden\"><div class=\"markdown prose dark:prose-invert wrap-break-word w-full light markdown-new-styling\"><p data-start=\"48\" data-end=\"412\">Im Sommer 1969 fuhr ich zum ersten Mal ohne Eltern in den Urlaub. Zusammen mit meinem Arbeitskollegen, seinem Sohn und einigen Freunden ging es nach Kappeln an der Schlei zum Angeln. Ich war gerade 18 Jahre alt geworden und voller Tatendrang. Dass dieser Urlaub zu einem Abenteuer werden w\u00fcrde, das ich mein Leben lang nicht vergessen sollte, ahnte damals niemand.<\/p><p data-start=\"414\" data-end=\"636\">Wir wohnten auf einem Campingplatz in Langballigau und verbrachten die Tage mit Angeln, Ausfl\u00fcgen und gemeinsamen Unternehmungen. Eines Nachts waren wir sogar zum Angeln unterwegs, doch wie so oft blieb der gro\u00dfe Fang aus.<\/p><p data-start=\"638\" data-end=\"1014\">Am n\u00e4chsten Tag machten wir einen Ausflug auf die d\u00e4nische Insel Als mit ihrer Stadt S\u00f8nderborg. Dort wollten wir etwas erleben, gingen in Kneipen und sp\u00e4ter in eine Diskothek. Mein Arbeitskollege, den ich immer scherzhaft \u201eden Schwarzen Kola\u201c nannte, und ich gerieten dabei etwas aneinander. Ich wollte noch mehr erleben, w\u00e4hrend die anderen bereits an die R\u00fcckfahrt dachten.<\/p><p data-start=\"1016\" data-end=\"1236\">Irgendwann verlor ich die Gruppe aus den Augen. Sie suchten mich zwar, fanden mich aber nicht. Als schlie\u00dflich die F\u00e4hre zur\u00fcckfuhr, stand ich am Ufer und sah meine Freunde an Bord winken. Die F\u00e4hre legte ab \u2013 ohne mich.<\/p><p data-start=\"1238\" data-end=\"1277\">Damit begann das eigentliche Abenteuer.<\/p><p data-start=\"1279\" data-end=\"1555\">Ich ging zun\u00e4chst in eine Musikkneipe, trank ein paar Bier und \u00fcberlegte, was ich nun machen sollte. Als ich die Kneipe verlie\u00df, bemerkte ich pl\u00f6tzlich zwei fremde M\u00e4nner hinter mir. Vielleicht hatten sie gesehen, dass ich etwas Geld bei mir hatte. Jedenfalls folgten sie mir.<\/p><p data-start=\"1557\" data-end=\"1777\">Zuerst ging ich schneller, dann lief ich. Die beiden kamen weiter hinterher. Schlie\u00dflich erreichte ich den Hafen. Dort stand ein gro\u00dfer Container. Ohne lange nachzudenken, kletterte ich hinauf und lie\u00df mich hineinfallen.<\/p><p data-start=\"1779\" data-end=\"1825\">Erst unten merkte ich, worin ich gelandet war.<\/p><p data-start=\"1827\" data-end=\"1865\">Der Container war voller Fischabf\u00e4lle.<\/p><p data-start=\"1867\" data-end=\"2149\">Der Geruch war unertr\u00e4glich, aber die Angst war gr\u00f6\u00dfer. Ich blieb regungslos liegen und h\u00f6rte die Schritte der M\u00e4nner in meiner N\u00e4he. Sie unterhielten sich in einer Sprache, die ich nicht verstand. Bestimmt eine halbe Stunde lag ich zwischen den Fischresten und wagte kaum zu atmen.<\/p><p data-start=\"2151\" data-end=\"2208\">Als endlich alles ruhig war, kletterte ich wieder heraus.<\/p><p data-start=\"2210\" data-end=\"2468\">V\u00f6llig verschmutzt suchte ich eine Kneipe auf, ging auf die Toilette und versuchte, mich einigerma\u00dfen sauber zu machen. Danach zog ich weiter und entdeckte einen G\u00fcterzug. In einem offenen G\u00fcterwagen wollte ich die Nacht verbringen und bis zum Morgen warten.<\/p><p data-start=\"2470\" data-end=\"2505\">Doch auch dort fand ich keine Ruhe.<\/p><p data-start=\"2507\" data-end=\"2779\">Mitten in der Nacht h\u00f6rte ich Hunde bellen. Sofort kamen die Erinnerungen an die Verfolgung zur\u00fcck. Ich bekam Angst, sprang aus dem Wagen und lief davon. Noch immer war es dunkel. Schlie\u00dflich fand ich eine Bushaltestelle, legte mich auf die Bank und schlief ersch\u00f6pft ein.<\/p><p data-start=\"2781\" data-end=\"2972\">Am Morgen wurde ich von einem wartenden Fahrgast geweckt. Ich sprang auf. Nach der Nacht zwischen Fischabf\u00e4llen, G\u00fcterwagen und Bushaltestelle muss ich ausgesehen haben wie ein Landstreicher.<\/p><p data-start=\"2974\" data-end=\"3207\">Ich machte mich auf den Weg zum F\u00e4hranleger und wartete auf die erste F\u00e4hre. Die ganze Zeit dachte ich noch an die M\u00e4nner am Hafen, an den Container und an die unruhige Nacht. Als die F\u00e4hre endlich kam, fiel mir ein Stein vom Herzen.<\/p><p data-start=\"3209\" data-end=\"3274\">Wenig sp\u00e4ter war ich wieder auf dem Campingplatz in Langballigau.<\/p><p data-start=\"3276\" data-end=\"3491\">Dort warteten meine Freunde bereits auf mich. Besonders der \u201eschwarze Kola\u201c war \u00fcbergl\u00fccklich, mich gesund wiederzusehen. Er hatte meinem Vater versprochen, auf mich aufzupassen, und hatte sich gro\u00dfe Sorgen gemacht.<\/p><p data-start=\"3493\" data-end=\"3609\">Als ich ihnen meine Geschichte erz\u00e4hlte, wollten einige sie kaum glauben. Doch genau so hatte sich alles abgespielt.<\/p><p data-start=\"3611\" data-end=\"3819\">Heute, viele Jahrzehnte sp\u00e4ter, erinnere ich mich noch immer an dieses Abenteuer. Es war mein erster Urlaub ohne Eltern, mein erster gro\u00dfer Alleingang \u2013 und sicher eine der aufregendsten N\u00e4chte meines Lebens.<\/p><p data-start=\"3821\" data-end=\"3910\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Und das war erst der Anfang. Denn dieser Urlaub hatte noch weitere Geschichten zu bieten.<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><\/div>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-70ec76f e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"70ec76f\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d91d861 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"d91d861\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h4>Der Schwarze Kalle, das Hochseeangeln und der besoffene Kapit\u00e4n<\/h4><p class=\"isSelectedEnd\">Mein Freund, den wir alle nur den \u201eSchwarzen Kalle\u201c nannten, und ich fuhren mit seinem alten Opel nach Kappeln an der Schlei. Dort wollten wir zum ersten Mal in meinem Leben zum Hochseeangeln hinausfahren.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Der Schwarze Kalle hatte daf\u00fcr einen kleinen Kutter samt Kapit\u00e4n organisiert. Wie die beiden sich \u00fcber den Preis geeinigt hatten, wusste ich nicht genau. Allerdings fiel mir auf, dass Kalle mehrere Flaschen Schnaps mitgebracht hatte. Damals dachte ich mir nicht viel dabei.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Schon fr\u00fch am Morgen liefen wir aus und fuhren hinaus auf die Ostsee. Vom Hochseeangeln hatte ich \u00fcberhaupt keine Ahnung. Begriffe wie \u201ePilker\u201c oder besondere Angelruten waren f\u00fcr mich v\u00f6lliges Neuland. Aber das spielte keine Rolle, denn ich hatte riesigen Spa\u00df.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Zun\u00e4chst fingen wir viele kleinere Fische, meist Dorsche. Doch pl\u00f6tzlich geschah etwas, das ich nie vergessen werde. Auf einmal hatte ich einen gewaltigen Biss an der Angel. Die Rute bog sich bis zum Anschlag durch, und ich war fest davon \u00fcberzeugt, einen riesigen Fisch am Haken zu haben.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Das Ding zog so stark, dass ich beinahe \u00fcber die Reling gegangen w\u00e4re. Ich hielt die Angel mit aller Kraft fest und wollte den Fang unbedingt an Bord holen. Der Schwarze Kalle schrie mich an, ich solle loslassen. Aber ich dachte nicht daran.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Der Fisch \u2013 oder was auch immer dort unten hing \u2013 zog sogar den Kutter ein St\u00fcck mit. Schlie\u00dflich sah Kalle keine andere M\u00f6glichkeit mehr. Er griff zu einem Messer und schnitt kurzerhand die Angelschnur durch. Sofort war alles wieder ruhig.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Damals war ich zwar entt\u00e4uscht, aber heute muss ich dar\u00fcber lachen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Nach etwa acht Stunden auf See machten wir uns auf den R\u00fcckweg in den Hafen. Doch jetzt begann das eigentliche Abenteuer.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Unser Kapit\u00e4n war inzwischen stockbesoffen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Von au\u00dfen h\u00f6rten wir immer wieder Warnsignale eines gro\u00dfen Schiffes. Die Hupe dr\u00f6hnte \u00fcber das Wasser und bedeutete nichts anderes als: \u201eAusweichen!\u201c<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Doch unser Kapit\u00e4n reagierte kaum. Er konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, lallte nur vor sich hin und steuerte geradewegs weiter.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Pl\u00f6tzlich sahen wir einen riesigen Dampfer auf uns zukommen. Er war mindestens drei- oder viermal so gro\u00df wie unser kleiner Kutter. Beide Schiffe fuhren direkt aufeinander zu.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Der Schwarze Kalle und ich sahen uns an. Uns wurde klar, dass das b\u00f6se enden konnte.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Etwa zwanzig Meter vor dem drohenden Zusammensto\u00df sprangen wir beide \u00fcber Bord.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Das Wasser war eiskalt, aber wir hatten keine andere Wahl. Kurz darauf wurden wir von der Wasserschutzpolizei aus dem Wasser geholt.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Der gro\u00dfe Dampfer konnte im letzten Moment noch ausweichen und eine Katastrophe verhindern. Unser Kapit\u00e4n wurde anschlie\u00dfend von der Polizei festgenommen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">V\u00f6llig durchn\u00e4sst, aber heilfroh, fuhren der Schwarze Kalle und ich zur\u00fcck zu unserem Campingplatz.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Am Abend wurden die gefangenen Dorsche gegrillt. Einer unserer Freunde bezeichnete sich selbst als \u201eChefkoch\u201c und bereitete die Fische zu. Beim Essen stellte ich fest, dass Dorsche eine Menge Gr\u00e4ten haben k\u00f6nnen. Aber das war mir v\u00f6llig egal.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Wir hatten an diesem Tag genug Aufregung erlebt.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Sp\u00e4ter tranken der Schwarze Kalle und ich noch ein paar Bier, erz\u00e4hlten die Geschichte immer wieder neu und waren uns einig: Diesen Angeltag w\u00fcrden wir niemals vergessen.<\/p><p class=\"isSelectedEnd\">Schlie\u00dflich fielen wir m\u00fcde in unsere Schlafs\u00e4cke und schliefen friedlich ein.<\/p><p>Ende gut, alles gut.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b56690b e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"b56690b\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-352df58 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"352df58\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h4 data-turn-id-container=\"ed5cfdab-cb4c-483a-9636-c32c4c7ba80a\" data-is-intersecting=\"true\">Der Oluf-Samson-Gang im Vergn\u00fcgungsviertel<\/h4><div class=\"\" data-turn-id-container=\"request-WEB:37f3676b-a246-47eb-a4fb-ea57fcfae6ab-0\" data-is-intersecting=\"true\"><section class=\"text-token-text-primary w-full focus:outline-none has-data-writing-block:pointer-events-none [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto R6Vx5W_threadScrollVars scroll-mb-[calc(var(--scroll-root-safe-area-inset-bottom,0px)+var(--thread-response-height))] scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]\" dir=\"auto\" data-turn-id=\"request-WEB:37f3676b-a246-47eb-a4fb-ea57fcfae6ab-0\" data-turn-id-container=\"request-WEB:37f3676b-a246-47eb-a4fb-ea57fcfae6ab-0\" data-testid=\"conversation-turn-2\" data-turn=\"assistant\"><div class=\"text-base my-auto mx-auto pb-10 [--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-xs,calc(var(--spacing)*4))] @w-sm\/main:[--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-sm,calc(var(--spacing)*6))] @w-lg\/main:[--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-lg,calc(var(--spacing)*16))] px-(--thread-content-margin)\"><div class=\"[--thread-content-max-width:40rem] @w-lg\/main:[--thread-content-max-width:48rem] mx-auto max-w-(--thread-content-max-width) flex-1 group\/turn-messages focus-visible:outline-hidden relative flex w-full min-w-0 flex-col agent-turn\" data-conversation-screenshot-content=\"\"><div class=\"flex max-w-full flex-col gap-4 grow\"><div class=\"min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 text-start break-words whitespace-normal outline-none keyboard-focused:focus-ring [.text-message+&amp;]:mt-1\" dir=\"auto\" tabindex=\"0\" data-message-author-role=\"assistant\" data-message-id=\"6a708b1f-70f6-4379-bf34-95b53a7326ba\" data-message-model-slug=\"gpt-5-5\" data-turn-start-message=\"true\"><div class=\"flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden\"><div class=\"markdown prose dark:prose-invert wrap-break-word w-full light markdown-new-styling\"><p data-start=\"48\" data-end=\"280\">Es war ein Samstag im Juli 1972. Mein Kumpel Dieter, den alle nur den \u201eSchwarzen Kulla\u201c nannten, hatte die Idee, mit seinem alten Opel nach Flensburg zu fahren. Nach einem gem\u00fctlichen Stadtbummel und einem Kaffee sagte er pl\u00f6tzlich:<\/p><p data-start=\"282\" data-end=\"320\">\u201eWarte hier, ich komme gleich wieder.\u201c<\/p><p data-start=\"322\" data-end=\"610\">Ich blieb beim Auto zur\u00fcck. Zuerst machte ich mir nichts dabei. Doch je l\u00e4nger ich wartete, desto merkw\u00fcrdiger wurde die Sache. Mir fiel auf, dass st\u00e4ndig M\u00e4nner aus einer kleinen Nebenstra\u00dfe kamen und gingen. Nach einer halben Stunde wurde ich unruhig. Nach einer Stunde hatte ich genug.<\/p><p data-start=\"612\" data-end=\"654\">Ich machte mich auf die Suche nach Dieter.<\/p><p data-start=\"656\" data-end=\"800\">Die Stra\u00dfe bestand aus alten Backsteinh\u00e4usern, dicht an dicht gebaut. Es war erstaunlich ruhig. Ich ging langsam hindurch und rief immer wieder:<\/p><p data-start=\"802\" data-end=\"819\">\u201eDieter! Dieter!\u201c<\/p><p data-start=\"821\" data-end=\"840\">Aber keine Antwort.<\/p><p data-start=\"842\" data-end=\"1070\">Ich suchte weiter, bog in eine andere Gasse ein und wollte gerade wieder umkehren. Schlie\u00dflich wusste ich nicht einmal genau, wo wir waren, und erst recht nicht, wie ich allein wieder zu unserem Campingplatz zur\u00fcckkommen sollte.<\/p><p data-start=\"1072\" data-end=\"1117\">Da h\u00f6rte ich pl\u00f6tzlich hinter mir laute Rufe:<\/p><p data-start=\"1119\" data-end=\"1180\">\u201eHallo! Hallo! K\u00f6nnen Sie mir helfen? K\u00f6nnen Sie mir helfen?\u201c<\/p><p data-start=\"1182\" data-end=\"1201\">Ich drehte mich um.<\/p><p data-start=\"1203\" data-end=\"1222\">\u201eWas ist denn los?\u201c<\/p><p data-start=\"1224\" data-end=\"1256\">Eine aufgeregte Frau antwortete:<\/p><p data-start=\"1258\" data-end=\"1316\">\u201eHier liegt jemand. Ich glaube, er hat einen Herzinfarkt!\u201c<\/p><p data-start=\"1318\" data-end=\"1430\">Sofort dachte ich an den Schwarzen Kulla. Er hatte schon damals Herzprobleme, war st\u00e4ndig nerv\u00f6s und aufgedreht.<\/p><p data-start=\"1432\" data-end=\"1541\">Ich lief hinter der Frau her. In einem kleinen Zimmer stand nur ein Bett \u2013 und darauf lag tats\u00e4chlich Dieter.<\/p><p data-start=\"1543\" data-end=\"1565\">Mir wurde ganz anders.<\/p><p data-start=\"1567\" data-end=\"1695\">Von Bordellen oder dem sogenannten horizontalen Gewerbe hatte ich damals \u00fcberhaupt keine Ahnung. F\u00fcr mich war das alles Neuland.<\/p><p data-start=\"1697\" data-end=\"1747\">\u201eWir m\u00fcssen einen Krankenwagen rufen!\u201c, sagte ich.<\/p><p data-start=\"1749\" data-end=\"1783\">Doch die Frau sch\u00fcttelte den Kopf.<\/p><p data-start=\"1785\" data-end=\"1820\">\u201eNein, nein, das machen wir nicht.\u201c<\/p><p data-start=\"1822\" data-end=\"1858\">Also blieb uns nichts anderes \u00fcbrig.<\/p><p data-start=\"1860\" data-end=\"2022\">Die Frau nahm Dieter auf einer Seite unter den Arm, ich auf der anderen. Gemeinsam schleppten wir ihn etwa 150 Meter bis zum Opel und legten ihn auf den R\u00fccksitz.<\/p><p data-start=\"2024\" data-end=\"2058\">Nun hatte ich das n\u00e4chste Problem:<\/p><p data-start=\"2060\" data-end=\"2100\">Ich hatte \u00fcberhaupt keinen F\u00fchrerschein.<\/p><p data-start=\"2102\" data-end=\"2156\">Dieter war zwar bei Bewusstsein, bekam aber kaum Luft.<\/p><p data-start=\"2158\" data-end=\"2189\">\u201eFahr los, Kurt\u201c, stammelte er.<\/p><p data-start=\"2191\" data-end=\"2227\">\u201eAber ich habe keinen F\u00fchrerschein!\u201c<\/p><p data-start=\"2229\" data-end=\"2244\">\u201eFahr einfach!\u201c<\/p><p data-start=\"2246\" data-end=\"2285\">Also setzte ich mich hinter das Steuer.<\/p><p data-start=\"2287\" data-end=\"2587\">Die rund 40 Kilometer bis zu unserem Campingplatz waren die l\u00e4ngsten meines Lebens. Ein bisschen Autofahren konnte ich zwar, aber legal war das nat\u00fcrlich nicht. Der Angstschwei\u00df lief mir den R\u00fccken herunter. Ich hatte st\u00e4ndig Sorge, die Polizei k\u00f6nnte uns anhalten oder ich k\u00f6nnte einen Unfall bauen.<\/p><p data-start=\"2589\" data-end=\"2624\">Irgendwie kamen wir jedoch heil an.<\/p><p data-start=\"2626\" data-end=\"2736\">Gemeinsam mit den anderen zerrten wir Dieter ins Zelt. Sein 15-j\u00e4hriger Sohn stand daneben und fragte besorgt:<\/p><p data-start=\"2738\" data-end=\"2763\">\u201ePapa, was ist denn los?\u201c<\/p><p data-start=\"2765\" data-end=\"2832\">Wir legten ihn auf seine Liege und lie\u00dfen ihn erst einmal ausruhen.<\/p><p data-start=\"2834\" data-end=\"2946\">Zwei Tage lang kam er kaum hoch. Wir machten uns gro\u00dfe Sorgen und \u00fcberlegten sogar schon, die Reise abzubrechen.<\/p><p data-start=\"2948\" data-end=\"2996\">Doch am dritten Tag geschah etwas Erstaunliches.<\/p><p data-start=\"2998\" data-end=\"3127\">Pl\u00f6tzlich stand Dieter wieder vor uns, als w\u00e4re nichts gewesen. Voller Energie, voller Tatendrang \u2013 ganz der alte Schwarze Kulla.<\/p><p data-start=\"3129\" data-end=\"3156\">Wir waren alle erleichtert.<\/p><p data-start=\"3158\" data-end=\"3301\">Denn ehrlich gesagt: Wir h\u00e4tten seiner Frau zu Hause wohl nur schwer erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, was genau im Flensburger Vergn\u00fcgungsviertel passiert war.<\/p><p data-start=\"3303\" data-end=\"3422\">Erst viele Jahre sp\u00e4ter erfuhr ich, wo wir damals eigentlich gewesen waren: im ber\u00fchmten Oluf-Samson-Gang in Flensburg.<\/p><p data-start=\"3424\" data-end=\"3977\">Der Oluf-Samson-Gang ist eine historische Gasse in der Altstadt von <span class=\"hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline\"><span class=\"whitespace-normal\">Flensburg<\/span><\/span>. In den 1960er- und 1970er-Jahren war sie weit \u00fcber Norddeutschland hinaus bekannt. Bis zu 70 Frauen arbeiteten dort zeitweise im sogenannten horizontalen Gewerbe. Zusammen mit den angrenzenden Stra\u00dfen bildete die Gegend eines der bekanntesten Vergn\u00fcgungsviertel zwischen <span class=\"hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline\"><span class=\"whitespace-normal\">Hamburg<\/span><\/span>-St. Pauli und der <span class=\"hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline\"><span class=\"whitespace-normal\">Istedgade<\/span><\/span> in Kopenhagen. Erst 2015 verlie\u00df die letzte dort t\u00e4tige Prostituierte die Stra\u00dfe.<\/p><p data-start=\"3979\" data-end=\"4351\">Wenn ich heute daran zur\u00fcckdenke, muss ich manchmal schmunzeln. Nicht wegen des Schreckens damals \u2013 der war echt. Sondern weil ich v\u00f6llig ahnungslos in eine Welt geraten war, von der ich bis dahin nicht die geringste Vorstellung hatte. Und weil ich am Ende ohne F\u00fchrerschein einen kranken Freund nach Hause fahren musste, w\u00e4hrend dieser vom R\u00fccksitz aus nur noch murmelte:<\/p><p data-start=\"4353\" data-end=\"4383\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">\u201eFahr los, Kurt &#8230; fahr los.\u201c<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><\/div>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mallorca 1972 Im Juni 1972 stand unsere erste Mannschaftsfahrt nach Mallorca an. Damals war die Insel noch l\u00e4ngst nicht so bebaut und \u00fcberlaufen wie heute. Unser Ziel war El Arenal, wo wir in einem f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse sehr guten Hotel untergebracht waren. 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