Mallorca – Die Insel meiner Träume

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Mallorca damals und heute

Als du 1972 zum ersten Mal nach Mallorca kamst, war die Insel noch deutlich ursprünglicher. Viele Strände waren nahezu menschenleer, Palma war kleiner, der Flughafen überschaubar und die berühmten Bettenburgen an der Playa de Palma standen erst am Anfang ihrer Entwicklung.

Heute ist Mallorca eine moderne Mittelmeerinsel mit hervorragender Infrastruktur, einem ausgebauten Verkehrsnetz, luxuriösen Hotels und Millionen Besuchern pro Jahr. Gleichzeitig wurden viele Naturschutzgebiete geschaffen, sodass zahlreiche Landschaften erhalten geblieben sind.


Die schönsten Strände Mallorcas

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Es Trenc

Der wohl berühmteste Strand der Insel. Weißer Sand und türkisfarbenes Wasser erinnern an die Karibik. 1972 war er noch ein echter Geheimtipp. Heute steht er unter Naturschutz.

Cala Agulla

Eine traumhafte Bucht bei Cala Ratjada mit kristallklarem Wasser und Pinienwäldern.

Cala Mondragó

Naturstrand im geschützten Nationalpark. Besonders beliebt bei Wanderern und Naturliebhabern.

Cala Formentor

Zwischen Bergen und Meer gelegen – für viele der schönste Strand Mallorcas.

Cala Deià

Kleine Felsenbucht an der Westküste inmitten der Serra de Tramuntana.


Die schönsten Ausflugsziele

Palma de Mallorca

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  • Die Kathedrale La Seu
  • Die Altstadt mit ihren engen Gassen
  • Der Hafen mit seinen Luxusjachten
  • Das Castell de Bellver

Serra de Tramuntana

Das UNESCO-Welterbe zieht sich über die gesamte Westküste. Atemberaubende Bergstraßen, Zitronenhaine und urige Bergdörfer machen die Region einzigartig.

Besonders sehenswert:

  • Valldemossa
  • Deià
  • Sóller
  • Sa Calobra

Die historische Eisenbahn

Ein absolutes Erlebnis ist die Fahrt mit dem historischen Zug

Tren de Sóller

von Palma nach Sóller. Die alte Holzbahn fährt seit über 100 Jahren durch Tunnel, Orangenhaine und die Berge der Tramuntana.


Gute Restaurants auf Mallorca

Wer gerne Fisch und mediterrane Küche genießt, findet in Palma hervorragende Lokale.

  • Restaurant la Parada del Mar
  • Restaurante Casa Fernando
  • Ca n’Eduardo
  • El Camino
  • La Malvasia
  • Adrian Quetglas Restaurant

Diese Restaurants gehören aktuell zu den beliebtesten Adressen der Insel.


Busse und öffentliche Verkehrsmittel

1972 war man fast ausschließlich auf Mietwagen oder Taxis angewiesen.

Heute verfügt Mallorca über ein dichtes Netz aus:

  • TIB-Überlandbussen
  • Eisenbahnlinien
  • Metro in Palma
  • Stadtbussen (EMT)

Mit der Intermodal-Karte können Besucher große Teile der Insel bequem erreichen. Das Verkehrsnetz reicht bis Alcúdia, Manacor, Inca, Sóller und viele Küstenorte.


Was sich seit 1972 verändert hat

Damals

  • Weniger Hotels
  • Kaum Autobahnen
  • Kleine Flughafenanlagen
  • Weniger Touristen
  • Viele unberührte Buchten

Heute

  • Moderner internationaler Flughafen
  • Autobahnnetz über die Insel
  • Luxushotels und Yachthäfen
  • Millionen Urlauber jährlich
  • Umwelt- und Naturschutzgebiete
  • Modernes Bus- und Bahnnetz

Persönliches Fazit für deine Reportage

Mallorca ist nicht mehr die Insel, die ich 1972 zum ersten Mal sah. Die kleinen Straßen wurden zu modernen Verkehrswegen, aus einfachen Pensionen entstanden Luxushotels, und aus einem beschaulichen Ferienziel wurde eine der bekanntesten Urlaubsinseln Europas. Doch eines ist geblieben: das tiefblaue Mittelmeer, die malerischen Buchten, die Tramuntana-Berge und das Gefühl, nach Hause zu kommen, wenn das Flugzeug über die Insel einschwebt.

Gerade deshalb ist Mallorca für mich nicht nur ein Urlaubsziel, sondern ein Stück meines Lebens geworden.

Wenn du möchtest, kann ich daraus auch ein komplettes Kapitel von 5–10 Buchseiten in deinem persönlichen Stil schreiben – mit Erinnerungen an deine ersten Reisen seit 1972, die Kutschfahrt zum 55. Hochzeitstag in Palma und eure vielen Mallorca-Erlebnisse.

 
Schreibe ein komplettes Kapitel von 5–10 Buchseiten in meinem persönlichen Stil
 

Gerne. Da du für deine Familienchronik und Erinnerungen einen persönlichen, erzählenden Stil verwendest, habe ich das Kapitel so geschrieben, als würdest du selbst berichten.

 
 
 
 
 

Mallorca – Eine Insel begleitet mein Leben

Wenn mich heute jemand fragt, welche Insel mir im Laufe meines Lebens am meisten ans Herz gewachsen ist, dann muss ich nicht lange überlegen. Es ist Mallorca. Seit meinem ersten Besuch im Jahr 1972 hat mich diese Insel nicht mehr losgelassen. Viele Länder haben wir im Laufe der Jahrzehnte bereist, viele schöne Orte gesehen und viele interessante Menschen kennengelernt. Doch Mallorca war immer etwas Besonderes. Es war die Insel, zu der wir immer wieder zurückkehrten und auf der wir uns jedes Mal ein wenig mehr zuhause fühlten.

Als wir Anfang der siebziger Jahre zum ersten Mal nach Mallorca flogen, war das Reisen noch ganz anders als heute. Schon der Flug war für viele Menschen etwas Außergewöhnliches. Die meisten Familien konnten sich Fernreisen gar nicht leisten. Mallorca galt damals bereits als beliebtes Urlaubsziel der Deutschen, war aber noch weit entfernt von dem, was die Insel heute geworden ist.

Als wir aus dem Flugzeug stiegen und die warme Mittelmeerluft einatmeten, hatten wir sofort das Gefühl, in einer anderen Welt angekommen zu sein. Die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel, die Palmen wiegten sich im Wind und überall lag dieser besondere Duft von Meer, Pinien und Urlaub in der Luft.

Damals war vieles noch ursprünglicher. Es gab längst nicht so viele Hotels, keine endlosen Hotelanlagen und auch nicht die Menschenmassen, die heute in der Hauptsaison über die Insel strömen. Viele Strände waren nahezu menschenleer. Man konnte kilometerweit am Wasser entlanggehen und hatte das Gefühl, die Insel gehöre einem ganz allein.

Besonders beeindruckte mich das Meer. Ich hatte zuvor noch nie Wasser in einer solchen Farbe gesehen. Das Mittelmeer leuchtete in allen Blau- und Türkistönen. Wenn die Sonne darauf schien, glitzerte es wie ein riesiges Diamantenfeld. Stundenlang saßen wir am Strand und blickten hinaus auf das Wasser.

Natürlich zog es uns auch nach Palma. Die Hauptstadt war damals schon lebendig, wirkte aber wesentlich ruhiger als heute. Die gewaltige Kathedrale La Seu beeindruckte mich schon bei unserem ersten Besuch. Wenn man davorsteht und die riesigen Mauern betrachtet, kommt man sich selbst ganz klein vor. Noch heute gehört ein Besuch der Kathedrale für mich zu jedem Mallorca-Aufenthalt dazu.

Im Laufe der Jahre lernten wir die Insel immer besser kennen. Wir fuhren über kleine Landstraßen durch Mandelhaine und Olivenfelder, entdeckten versteckte Buchten und besuchten Dörfer, in denen die Zeit scheinbar stehen geblieben war.

Besonders die Serra de Tramuntana hat es mir angetan. Dieses gewaltige Gebirge an der Westküste verleiht Mallorca einen ganz besonderen Charakter. Die kurvenreichen Straßen führen durch eine Landschaft, die man eher in den Alpen als auf einer Mittelmeerinsel erwarten würde. Hinter jeder Kurve eröffnet sich ein neuer Ausblick auf Berge, Täler und das Meer.

Zu unseren Lieblingsorten gehören Valldemossa und Deià. Beide Orte besitzen einen ganz eigenen Charme. Die alten Steinhäuser, die engen Gassen und die gemütlichen Plätze laden dazu ein, einfach stehenzubleiben und die Atmosphäre zu genießen. Oft saßen wir dort bei einer Tasse Kaffee und beobachteten das Leben um uns herum.

Ein weiteres Highlight ist für mich die Fahrt nach Sóller. Besonders beeindruckend ist die historische Eisenbahn, die seit über hundert Jahren zwischen Palma und Sóller verkehrt. Die alten Holzwagen erinnern an längst vergangene Zeiten. Wenn der Zug durch Tunnel und über Brücken fährt und sich plötzlich der Blick auf die Berge öffnet, fühlt man sich wie auf einer Reise in die Vergangenheit.

Natürlich gehören auch die Strände zu den großen Schätzen Mallorcas. Über die Jahre haben wir viele davon kennengelernt. Besonders Es Trenc hat uns immer wieder begeistert. Der feine helle Sand und das türkisfarbene Wasser erinnern eher an die Karibik als an Europa.

Auch Cala Agulla, Cala Mondragó und Cala Formentor gehören zu den schönsten Orten der Insel. Jeder Strand hat seinen eigenen Charakter. Manche liegen eingebettet zwischen Pinienwäldern, andere zwischen steilen Felsen. Doch alle haben eines gemeinsam: das kristallklare Wasser.

Wenn ich heute an unsere ersten Mallorca-Reisen zurückdenke, staune ich oft darüber, wie stark sich die Insel verändert hat. Wo früher kleine Straßen verliefen, gibt es heute moderne Autobahnen. Der Flughafen ist um ein Vielfaches größer geworden. Die Zahl der Besucher hat sich enorm erhöht. Viele Orte sind kaum wiederzuerkennen.

Und doch hat Mallorca seinen Zauber nicht verloren.

Abseits der großen Touristenzentren findet man noch immer die ursprüngliche Insel. Man muss nur bereit sein, sie zu suchen. In kleinen Bergdörfern, auf abgelegenen Wanderwegen oder in versteckten Buchten entdeckt man noch heute jenes Mallorca, das wir bereits in den siebziger Jahren kennengelernt haben.

Auch kulinarisch hat sich viel verändert. Früher waren die Restaurants meist einfach und bodenständig. Heute findet man auf Mallorca Spitzenrestaurants, die internationale Gäste anziehen. Trotzdem schmecken mir oft die einfachen mallorquinischen Gerichte am besten. Frischer Fisch, gegrilltes Fleisch, Gemüse, Oliven und ein gutes Glas Wein – mehr braucht es manchmal gar nicht.

Besonders schön sind die Abende am Meer. Wenn die Sonne langsam im Mittelmeer versinkt und der Himmel sich rot und orange färbt, entsteht eine Stimmung, die man nie vergisst. Dann sitzt man auf einer Terrasse, hört das Rauschen der Wellen und denkt darüber nach, wie viele Jahre man bereits mit dieser Insel verbunden ist.

Ein ganz besonderer Moment war für Barbara und mich unser 55. Hochzeitstag. Nach so vielen gemeinsamen Jahren noch einmal auf unserer Lieblingsinsel zu sein, hatte eine besondere Bedeutung. Während einer romantischen Kutschfahrt durch Palma ließen wir viele Erinnerungen Revue passieren. Wir dachten an unsere erste Begegnung, an unsere Hochzeit im Jahr 1971, an unsere Kinder und Enkelkinder und an die vielen Reisen, die wir gemeinsam erleben durften.

Es sind solche Augenblicke, die einem bewusst machen, wie schnell die Zeit vergeht. Plötzlich blickt man auf Jahrzehnte zurück und stellt fest, dass aus den jungen Menschen von damals ein Ehepaar geworden ist, das mehr als ein halbes Jahrhundert gemeinsam durchs Leben gegangen ist.

Mallorca war dabei oft ein treuer Begleiter. Die Insel hat unsere schönen Zeiten gesehen, unsere Familienurlaube, unsere Jubiläen und unsere Reisen im Ruhestand.

Heute, wenn das Flugzeug zur Landung ansetzt und die Küste Mallorcas unter den Wolken erscheint, empfinde ich noch immer dieselbe Vorfreude wie 1972. Manche Gefühle ändern sich eben nie.

Vielleicht ist das das Geheimnis dieser Insel. Sie verändert sich ständig und bleibt doch immer Mallorca. Sie verbindet Vergangenheit und Gegenwart. Sie bewahrt Erinnerungen und schafft gleichzeitig neue.

Für mich wird Mallorca deshalb immer mehr sein als nur ein Urlaubsziel. Die Insel ist ein Stück meiner persönlichen Geschichte geworden. Sie hat mich über viele Jahrzehnte begleitet und unzählige Erinnerungen geschenkt.

Und solange ich reisen kann, werde ich mich jedes Mal freuen, wenn ich wieder dort ankomme, die warme Mittelmeerluft einatme und denke:

„Ich bin wieder auf meiner Insel.“

Dieses Kapitel umfasst etwa 6–7 Buchseiten. Für dein Familienbuch könnte ich daraus auch ein deutlich längeres Kapitel von 10–15 Seiten machen und dabei eure persönlichen Erlebnisse einbauen: den ersten Mallorca-Urlaub, die Entwicklung des Ballermanns, die Kutschfahrt zum 55. Hochzeitstag, besondere Hotels, Ausflüge nach Palma, Sóller, Alcúdia und eure schönsten Erinnerungen mit Barbara. Das würde noch persönlicher und lebendiger wirken.

Mallorca – Die Insel unserer Liebe

Wenn ich heute auf mein Leben zurückblicke, gibt es Orte, die untrennbar mit bestimmten Erinnerungen verbunden sind. Mallorca ist für mich ein solcher Ort. Die Insel ist nicht nur eines unserer liebsten Reiseziele geworden, sondern auch ein Stück unserer gemeinsamen Lebensgeschichte.

Dabei begann alles mit einer verspäteten Hochzeitsreise.

Barbara und ich heirateten am 19. März 1971. Ich war gerade zwanzig Jahre alt geworden, Barbara war noch keine zwanzig. Wir waren jung, verliebt und voller Pläne für die Zukunft. Doch wie bei vielen jungen Ehepaaren war das Geld knapp. Eine Hochzeitsreise, wie man sie sich vielleicht gewünscht hätte, war zunächst nicht möglich.

Wir mussten jeden Pfennig zweimal umdrehen. Die erste Wohnung musste eingerichtet werden, der Alltag wollte finanziert werden, und die Gehälter eines jungen Ehepaares ließen keine großen Sprünge zu. So verschoben wir unsere Hochzeitsreise immer wieder. Natürlich waren wir manchmal ein wenig traurig darüber, aber wir wussten auch, dass wir gemeinsam noch viele schöne Jahre vor uns hatten.

Ein Jahr später war es dann endlich soweit.

1972 konnten wir uns unseren Traum erfüllen. Unser Ziel hieß Mallorca.

Schon die Vorbereitungen waren etwas ganz Besonderes. Heute bucht man eine Reise oft innerhalb weniger Minuten am Computer. Damals war das anders. Reiseprospekte wurden studiert, Preise verglichen und jede Ausgabe genau kalkuliert. Als schließlich alles feststand, konnten wir die Tage bis zum Abflug kaum noch erwarten.

Für uns war diese Reise viel mehr als nur ein Urlaub. Es war die Hochzeitsreise, die wir uns ein Jahr lang erträumt hatten.

Als das Flugzeug Richtung Mallorca abhob, begann für uns ein neues Abenteuer. Beide hatten wir noch nicht viel von der Welt gesehen. Entsprechend groß war die Aufregung. Als wir schließlich aus dem Flugzeug stiegen und die warme Mittelmeerluft spürten, wussten wir sofort, dass sich das Warten gelohnt hatte.

Die Sonne schien vom Himmel, die Palmen bewegten sich im Wind und überall herrschte eine Atmosphäre von Freiheit und Leichtigkeit.

Mallorca im Jahr 1972 war eine ganz andere Insel als heute.

Der Flughafen war überschaubar. Die Straßen waren deutlich leerer. Viele Orte wirkten noch ursprünglich und unverfälscht. Es gab zwar bereits Touristen, aber von den Besuchermassen heutiger Zeiten war man noch weit entfernt.

Unser Hotel erschien uns damals wie ein kleines Paradies. Für junge Leute, die bisher nur vom Süden geträumt hatten, war alles neu und aufregend. Das Meer, die Strände, die fremde Sprache und die mediterrane Lebensart faszinierten uns vom ersten Tag an.

Ich erinnere mich noch genau an unseren ersten Spaziergang am Strand. Das Wasser war glasklar und schimmerte in den schönsten Blautönen. Hand in Hand liefen wir am Ufer entlang und genossen jeden Augenblick.

Vielleicht war es gerade deshalb so schön, weil wir so lange darauf hatten warten müssen.

Viele junge Paare flogen damals direkt nach der Hochzeit in die Flitterwochen. Wir hingegen hatten ein ganzes Jahr darauf gespart und hingearbeitet. Dadurch fühlte sich jeder Urlaubstag wie ein kleines Geschenk an.

In den folgenden Jahren entwickelte sich Mallorca langsam zu unserer Lieblingsinsel.

Immer wieder zog es uns dorthin zurück. Bei jedem Besuch entdeckten wir neue Orte und neue Landschaften. Gleichzeitig freuten wir uns jedes Mal auf die vertrauten Plätze, die uns inzwischen ans Herz gewachsen waren.

Besonders Palma faszinierte uns. Die mächtige Kathedrale erhob sich majestätisch über dem Hafen. Die engen Gassen der Altstadt luden zum Bummeln ein. Überall gab es kleine Cafés und Restaurants, in denen man stundenlang sitzen und das Leben beobachten konnte.

Damals lagen oft noch traditionelle Fischerboote im Hafen. Heute sieht man dort riesige Luxusjachten aus aller Welt. Dieser Wandel zeigt deutlich, wie sehr sich die Insel verändert hat.

Auch die Playa de Palma hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark gewandelt. In den siebziger Jahren herrschte dort eine wesentlich ruhigere Atmosphäre. Heute ist sie eines der bekanntesten Touristenzentren Europas.

Doch Mallorca besteht nicht nur aus Stränden und Hotels.

Mit den Jahren lernten wir die wunderschöne Bergwelt der Serra de Tramuntana kennen. Die kurvenreichen Straßen führten durch eine Landschaft voller Olivenhaine, Mandelbäume und alter Natursteinmauern. Hinter jeder Kurve wartete ein neuer atemberaubender Ausblick.

Besonders beeindruckt waren wir von Valldemossa und Deià. Diese kleinen Bergdörfer schienen aus einer anderen Zeit zu stammen. Noch heute gehören sie zu den schönsten Orten der Insel.

Unvergesslich blieb auch die Fahrt nach Sóller. Die historische Eisenbahn vermittelte uns das Gefühl, in eine längst vergangene Epoche einzutauchen. Langsam rollte der Zug durch Tunnel, Täler und Orangenhaine. Während der Fahrt genossen wir die Aussicht auf die beeindruckende Landschaft.

Natürlich verbrachten wir auch viele Stunden an den Stränden.

Damals waren viele Buchten noch echte Geheimtipps. Heute sind sie weltbekannt. Doch ihre Schönheit hat nichts von ihrer Wirkung verloren. Das türkisfarbene Wasser, die hellen Sandstrände und die felsigen Küsten gehören noch immer zu den größten Schätzen der Insel.

Im Laufe der Jahrzehnte wurde Mallorca Zeuge vieler Stationen unseres gemeinsamen Lebens.

Wir kamen als junges Ehepaar.

Wir kehrten zurück als Eltern.

Später als Großeltern.

Und schließlich als Rentner, die auf viele gemeinsame Jahre zurückblicken konnten.

Jede Reise hatte ihren eigenen Charakter. Manche waren voller Unternehmungen und Ausflüge. Andere dienten einfach der Erholung. Doch jede einzelne hinterließ Erinnerungen.

Ein besonders bewegender Moment war unser 55. Hochzeitstag.

Mehr als ein halbes Jahrhundert waren Barbara und ich inzwischen verheiratet. Gemeinsam hatten wir Höhen und Tiefen erlebt, Kinder großgezogen, Enkelkinder bekommen und viele Herausforderungen gemeistert.

Dass wir diesen besonderen Tag ausgerechnet auf Mallorca feiern konnten, machte ihn noch schöner.

Während einer romantischen Kutschfahrt durch Palma ließen wir unsere gemeinsame Geschichte Revue passieren. Wir sprachen über die Anfänge unserer Ehe, über unsere verspätete Hochzeitsreise und über all die Jahre, die seitdem vergangen waren.

Plötzlich wurde uns bewusst, wie schnell die Zeit vergangen war.

Aus den jungen Leuten von damals waren zwei Menschen geworden, die mehr als fünf Jahrzehnte gemeinsam durchs Leben gegangen waren.

Mallorca hatte uns auf einem großen Teil dieses Weges begleitet.

Heute ist die Insel moderner, internationaler und lebhafter geworden. Neue Straßen wurden gebaut, Hotels entstanden und Millionen Menschen verbringen dort ihren Urlaub.

Doch wenn ich an einem warmen Abend am Meer sitze und die Sonne langsam hinter dem Horizont versinkt, entdecke ich noch immer das Mallorca unserer ersten Reise.

Dann denke ich an das Jahr 1972 zurück.

An zwei junge Menschen, die sich nach einem Jahr des Wartens endlich ihre Hochzeitsreise erfüllen konnten.

An Barbara und mich.

Und an die Insel, die seitdem einen festen Platz in unseren Herzen hat.

Mallorca war für uns nie nur ein Urlaubsziel.

Mallorca wurde ein Teil unserer gemeinsamen Lebensgeschichte.

Der Familienausflug nach Mallorca – Wie alles begann

Manchmal entstehen die schönsten Traditionen aus einer ganz spontanen Idee. So war es auch mit unserem jährlichen Familienausflug nach Mallorca.

Lange hatte ich überlegt, was ich einmal Besonderes unternehmen könnte. Zunächst kam mir der Gedanke, gemeinsam mit meinem Freund Holger nach Mallorca zu fliegen. Kennengelernt hatte ich ihn in der Friedenseiche in Lage. Wir kamen ins Gespräch und beschlossen schließlich, zusammen nach Malle zu reisen.

Im Oktober 2009 war es dann so weit. Für Holger war es der erste Besuch auf meiner Lieblingsinsel. Wir wohnten im Hotel Playa Golf, nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Direkt gegenüber begann die berühmte Schinkenstraße. Wir verbrachten herrliche Tage, genossen das Meer, das schöne Wetter und natürlich auch das bunte Leben an der Playa de Palma.

Doch am Sonntag sollte sich etwas ereignen, das mein Leben und später sogar das unserer ganzen Familie verändern würde.

Wir saßen am Ballermann 6, tranken gemütlich ein paar Bier und beobachteten das bunte Treiben. Plötzlich liefen unzählige Menschen an uns vorbei – Männer und Frauen aus vielen verschiedenen Nationen. Wir fragten nach und erfuhren, dass an diesem Wochenende der Mallorca-Marathon stattfand.

In einer fröhlichen Bierlaune sagte ich zu Holger:

„Im nächsten Jahr laufe ich hier mit!“

Damals wusste ich noch nicht, dass genau dieser Satz der Beginn einer ganz besonderen Familiengeschichte werden sollte.


Wieder zu Hause ließ mich dieser Gedanke nicht mehr los.

Ich begann zu trainieren. Morgens um sechs Uhr klingelte der Wecker. Von unserem Haus in der Schulstraße in Lage waren es nur etwa 500 Meter bis zum Wald – perfekte Bedingungen zum Laufen. Ich lief los, kam verschwitzt zurück, duschte und fuhr anschließend zur Arbeit.

Zeitweise trainierte ich viermal pro Woche. Natürlich klappte das wegen meiner Arbeitszeiten nicht immer regelmäßig, aber mein Ziel verlor ich nie aus den Augen.

Außerdem hatte ich mit Holger um 50 Liter Bier gewettet, dass ich tatsächlich beim Lauf starten würde.

Einen ganzen Marathon traute ich mir allerdings nicht zu. Dafür reichte meine Vorbereitung nicht aus. Deshalb entschied ich mich für den Halbmarathon.


Im Oktober 2010 flog ich schließlich allein nach Mallorca.

Holger konnte oder wollte diesmal nicht mitkommen, und auch meine Familie war von meiner Idee zunächst nicht besonders begeistert.

Ich wohnte im Hotel Pabisa Sofía. Für alle Teilnehmer war die Busfahrt nach Palma kostenlos.

Als ich dort ankam, verschlug es mir die Sprache.

Unterhalb der imposanten Kathedrale herrschte ein unglaubliches Gedränge. Tausende Läufer, Zuschauer und Helfer waren unterwegs. Mit so einer gewaltigen Veranstaltung hatte ich überhaupt nicht gerechnet.

Das Problem war nur: Ich hatte mich vorher gar nicht angemeldet.

Also begann ich zu suchen, fragte mich durch und fand schließlich die Anmeldung. Dort meldete ich mich kurzfristig für den Halbmarathon an.

Bis ich meine Startunterlagen hatte, war ich fast schon erschöpft.

Damals starteten rund 8.000 Läufer beim Marathon, Halbmarathon und beim 10-Kilometer-Lauf.

Als endlich der Startschuss fiel, war die ganze Aufregung vergessen.


Der Halbmarathon war unglaublich anstrengend.

Als ich das Ziel erreichte, war ich völlig erschöpft – aber gleichzeitig unendlich glücklich.

Am Abend gönnte ich mir im Bierkönig ein paar Bier. Irgendwann legte ich mich hin und schlief ein. Als ich wieder aufwachte, dachte ich zuerst, es wäre schon der nächste Morgen.

Doch es war erst Abend.

Also machte ich mich noch auf den Weg in den Mega Park zur großen Maratoni-Party.

Diese Stimmung war einfach unbeschreiblich.


Wieder zu Hause erzählte ich natürlich begeistert von meinen Erlebnissen.

Im nächsten Jahr wollte mein Zwillingsbruder Erich mitkommen.

Auch diesmal lief ich den Halbmarathon.

Dank des regelmäßigen Trainings war ich rund zwölf Minuten schneller als im Jahr zuvor. Aber ehrlich gesagt spielte die Zeit überhaupt keine Rolle. Es ging nur darum, anzukommen und dieses einmalige Erlebnis noch einmal zu genießen.

Nach dem Lauf feierten wir gemeinsam im Mega Park.

Allein diese gigantische Maratoni-Party war die Reise schon wert.


Als wir wieder nach Hause kamen, sprach sich unsere Reise in der Familie herum.

Im darauffolgenden Jahr fuhren bereits meine Töchter Britta und Tanja mit nach Mallorca. Auch meine dritte Tochter war dabei.

Mein Bruder Erich lief ebenfalls wieder mit und kam sogar einige Minuten vor mir ins Ziel.

Aber das spielte überhaupt keine Rolle.

Wichtig war etwas ganz anderes.

Wir waren gemeinsam unterwegs.


Von Jahr zu Jahr wurden wir mehr.

Erst kamen die Schwiegersöhne dazu.

Dann die Enkelkinder.

Und irgendwann fuhr die ganze Familie gemeinsam nach Mallorca.

Schließlich machte ich den Vorschlag:

„Lasst uns jedes Jahr im Oktober gemeinsam nach Mallorca fahren.“

Mitlaufen musste niemand.

Der Halbmarathon wurde immer mehr zum schönen Rahmenprogramm.

Das Wichtigste war inzwischen das Zusammensein.

Gemeinsam lachen.

Gemeinsam feiern.

Gemeinsam Erinnerungen schaffen.

So entstand aus einer spontanen Bierlaune eine Familientradition.

Viele Jahre hintereinander reisten wir gemeinsam im Oktober nach Mallorca.

Heute ist der Lauf längst nicht mehr das Wichtigste.

Das Schönste ist, dass wir als Familie zusammen sind.


Dabei denke ich immer an meine Lebensphilosophie:

Drei Dinge kommen im Leben niemals zurück:

Das gesprochene Wort.

Die vergangene Zeit.

Die verpasste Gelegenheit.

Wir haben diese Gelegenheit genutzt.

Und dafür bin ich unendlich dankbar.

Heute begrüße ich meine Familie jedes Jahr mit den Worten:

„Hallo zusammen – seid ihr bereit für die Abschiedstournee?“

Dann lachen meine Töchter und sagen:

„Papa, was redest du denn? Von einer Abschiedstournee sind wir doch noch weit entfernt.“

Ich antworte dann immer:

„Das hoffe ich auch. Aber man weiß nie, was das Leben bereithält. Deshalb sollten wir keine Gelegenheit verpassen, gemeinsam schöne Erinnerungen zu schaffen.“

Ich wünsche mir, dass wir noch viele Jahre gemeinsam im Oktober nach Mallorca fliegen.

Denn genau diese gemeinsamen Momente sind der größte Schatz unseres Lebens.